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Remscheid
Waldgebiete werden per Hubschrauber gekalkt

Remscheid. Voraussichtlich vom 11. bis zum 25. Oktober werden wieder verschiedene Waldgebiete an der Neyetalsperre, einem der größten Naturschutzgebiete im Oberbergischen Kreis, gekalkt. Mit Hilfe eines Hubschraubers werden rund drei Tonnen je Hektar Waldboden vom sogenannten kohlensauren Magnesiumkalk auf einer Gesamtwaldfläche von rund 200 Hektar ausgebracht.

Trotz aller Anstrengungen zur Luftreinhaltung, etwa durch Abgaskatalysatoren, Rauchgasentschwefelung, Rußpartikelfilter, sind die Schadstoffeinträge aus der Luft, vor allem an Stickoxiden und Feinstäuben, nach wie vor viel zu hoch.

Im Rahmen der seit etwa 30 Jahren turnusmäßig durchgeführten Bodenschutzkalkungen soll die voranschreitende Bodenversauerung der Waldböden Schritt für Schritt kompensiert werden. Dies dient neben dem eigentlichen Schutz der Wälder vor allem auch dem Boden- und damit dem Trinkwasserschutz.

Die ausgebrachte Menge von drei Tonnen je Hektar ist in Anbetracht der gemessenen Bodenversauerung eine eher homöopathische Dosis. Eine nachhaltige Verringerung der Bodenversauerung, die durch den pH-Wert ausgedrückt wird, kann nur durch über Jahrzehnte kontinuierlich wiederkehrende Maßnahmen erreicht werden.

Das Stadtforstamt der Technischen Betriebe Remscheid weist darauf hin, dass es in den Waldgebieten zu Belästigungen durch Staub und Lärm kommen kann und bittet um Verständnis. Die Gebiete werden durch Schilder besonders gekennzeichnet. Die Maßnahme wird maßgeblich finanziell unterstützt durch Fördermittel des Landes NRW, vom Bund und der EU.

(red)
 
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