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Remscheid
Was am Boden kreucht und fleucht

Remscheid: Was am Boden kreucht und fleucht
Was kriecht, kreucht und läuft in Remscheids Natur? Beim Geo-Tag der Artenvielfalt in der Natur-Schule Grund hatten die Teilnehmer auch solche Schnecken entdeckt. Annika schaut, wie langsam sich die Tieer fortbewegen. FOTO: Nico hertgen
Remscheid. Beim GEO-Tag der Artenvielfalt schlüpften Kinder in die Rolle von Naturforschern, begleitet von der Uni Wuppertal. Von Wolfgang Weitzdörfer

Es ist ein lebhaftes Gewusel: In der Natur-Schule Grund war gestern der 17. GEO-Tag der Artenvielfalt. Zum zweiten Mal kooperierten Studenten des Fachbereichs Lehramt für Biologie der Bergischen Universität Wuppertal mit der Natur-Schule in Lüttringhausens Norden. Sie gingen auf einem etwa zwei Hektar großen Areal gemeinsam mit drei Grundschulklassen auf die Suche nach möglichst vielen Tier-, Pflanzen-, Pilz- und Einzeller-Arten. "Im vergangenen Jahr haben wir immerhin 640 Arten gefunden. Das wollen wir natürlich in diesem Jahr zumindest wieder schaffen - noch besser aber natürlich übertreffen", erklärte Jörg Liesendahl, pädagogischer Leiter der Natur-Schule, gut gelaunt. Die Kinder aus der Adolf-Clarenbach-Grundschule und der Grundschule Eisernstein begaben sich in die Natur.

Dr. Gela Preisfeld, Lehrstuhlinhaberin des Fachbereichs Zoologie und Biologiedidaktik an der Bergischen Uni, war mit 20 Studenten angerückt, zudem waren noch rund 90 Studierende angekündigt, die auf Exkursionen ihr biologisches Wissen vertiefen wollten. Dazu kamen zahlreiche Experten, die den Studenten und auch den Kindern Wissenswertes über die bergische Artenvielfalt erzählten.

Cora Berger, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Preisfeld, kümmerte sich mit um die Organisation des Tages: "Wir haben vier Stände für die Kinder aufgebaut, dort sitzen die Studenten und helfen den Kindern dann, die gefundenen Insekten, Pilze und Pflanzenarten einzuordnen." So waren an einem Stand etwa jede Menge Schnecken zu sehen, die die Studenten zum Teil von der Uni mitgebracht hatten - aber natürlich auch solche, die die Kinder auf ihren Streifzügen durchs Gelände entdeckt hatten. An einem anderen Stand bastelten die Kinder zusammen mit den Studenten sogenannte Exhaustoren, kleine Plastikbecher mit zwei Schläuchen im Deckel: "Damit können die Kinder Insekten etwa aus dem Komposthaufen ansaugen und dann im Plastikbecher bestimmen", erklärte Berger die Methode. Überall waren die Kinder im Gelände zu sehen, die am Boden knieten und mit ihren Exhaustoren zu Gange waren. Am Teich, in dem Wasserinsekten herumschwirrten, gab es viele Tiere und Pflanzenarten zu bestimmen. "Die Studenten käschern allerdings, da Flora und Fauna im Teichbereich sehr empfindlich sind", sagte Berger. Auch Bodentiere von der Assel bis zum Regenwurm wurden katalogisiert. Im Schulgebäude führte eine Gruppe von Studenten die Artenliste. "Das wird alles direkt aktualisiert und an die Zeitschrift GEO geschickt, die diesen Tag der Artenvielfalt in einer der kommenden Ausgaben dokumentieren wird", sagte Berger.

Quelle: RP
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