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Remscheid
"Weiberwirtschaft" wächst weiter

Remscheid. Das Netzwerk selbstständiger Frauen präsentierte sich auf einer Messe.

Eine Textilkünstlerin, eine Ingenieurin, Fachfrau für Personalwirtschaft, Schmuckdesignerin, eine Tier-Homöopathin oder eine Keramikerin - die "Weiberwirtschaft" zeichnet sich durch vielfältiges Know-how aus. Am Samstag stellte sich das Netzwerk selbstständiger Frauen in den Räumen der Gebäudereinigung Wege, deren Chefin Susanne Hessenbruch ebenso zum Verein gehört, der Öffentlichkeit vor.

Jede Frau zeigte bei der Messe an einem individuell gestalteten Stand ihre Profession und trat dabei auch - etwa beim Haareschneiden oder bei der Kosmetikbehandlung - live in Aktion. Gemeinsam wurde die Veranstaltung vorbereitet und für Bewirtung der Gäste gesorgt. Denn genauso funktioniert der Zusammenschluss der Unternehmerinnen aus Remscheid und der Region, den es mittlerweile im zwölften Jahr gibt. "Jede Frau hat für sich viel zu tun, setzt sich aber für die anderen ein", erklärte die Vorsitzende Irmgard Heger das Konzept.

In jüngster Zeit habe die "Weiberwirtschaft" an Mitgliedern zugelegt, berichtete die Architektin erfreut. Existenzgründerinnen profitieren von den Erfahrungen der anderen und bringen gleichzeitig frischen Wind und neues Wissen in den Kreis ein. Seit dem vorigen Sommer gehören Möbelmalerin Annemarie Steffens und Porzellan-Künstlerin Ulrike Reska dem Verein an. Der Austausch mit anderen Frauen oder die angebotenen Vorträge hätten sie weitergebracht.

"Und es ergeben sich neue Kontakte, was für jede von uns gut ist", sagt Annemarie Steffens. Seit vielen Jahren gehört Patchworkerin Annette Valtl zum Netzwerk. "Ich habe gerade in Bezug auf das Geschäftliche und Organisatorische viel von den anderen lernen können", erzählt sie.

Genauso soll es sein, findet Irmgard Heger, die sich über aktuell 25 Mitstreiterinnen freut. "Jede in unserer Runde ist wichtig und wird auch mal aufgefangen, wenn es nicht so läuft", beschreibt sie die Solidarität unter Frauen. Kooperationen gibt es mittlerweile auch mit Unternehmerinnen-Verbünden in Wuppertal und Bergisch Gladbach. Denn auch über den Tellerrand zu netzwerken, sei nicht verkehrt. "Uns geht es um die gegenseitige Unterstützung, aber natürlich auch ums Geschäftemachen", sagt Irmgard Heger.

www.weiberwirtschaft-rs.de

(bona)
 
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