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Serie "was Wurde Aus. . .?"
Weichenstellung fürs Berufsleben

Remscheid. Amelie Heß (26) war vier Jahre im Jugendrat aktiv und setzte damals den Bewerbungs-Comic um. Heute ist sie Journalistin. Von Cristina Segovia-Buendía

"Was wurde eigentlich aus...?" Für diese Serie haben wir mit ehemaligen Jugendräten Kontakt aufgenommen, um zu erfahren, wohin es die jungen Menschen nach ihrer Amtszeit verschlagen hat.

Amelie Buskotte vertrat zwischen 2006 und 2010, im zweiten und dritten Jugendrat, die Belange der Jugendlichen unserer Stadt. In ihren beiden Amtszeiten war sie mit ihren Ratskollegen Wegbereiterin für viele Projekte, die heute zum Erfolg des Remscheider Jugendrats gehören: Buskotte, die mittlerweile verheiratet ist und den Nachnamen Heß trägt, beschäftigte sich unter anderem mit den Freizeitangeboten, wirkte beispielsweise bei der Planung und Umsetzung des Skateparks im Lennepe Bachtal mit, organisierte die ersten kulturellen Veranstaltungen, die viel später, mit vielen weiteren Akteuren zum Remscheid United Festival ausgebaut werden sollte.

Mit ihren Ratskollegen setzte sie die erste Jugendrat-Homepage um und entwickelte den ersten Bewerbungs-Comic, knüpfte die ersten Kontakte auch zu den Senioren. Als noch junges und relativ unbekanntes Gremium, gehörte es auch zu ihren Aufgaben, sich bei sämtlichen Organisationen und Institutionen vorzustellen.

Mittlerweile ist die 26-Jährige ausgebildete Journalistin, wohnt in Rastatt in Baden-Württemberg und arbeitet in Baden-Baden bei den Digitalen Nachrichten des SWR. Der Grundstein für ihren beruflichen Werdegang, sagt sie, wurde im Jugendrat gelegt. "Ich habe in Osnabrück und Frankfurt studiert und während des Studiums eine studienbegleitende Journalistenausbildung absolviert", erzählt Heß.

"Politisch bin ich seitdem nicht mehr aktiv, aber die Entscheidung für mein politisches Studium (European Studies im Bachelor und Internationale Studien/ Friedens- und Konfliktforschung im Master) ist sicherlich durch meine 'politische Aktivität' im Jugendrat gewachsen." Auch ihren heutigen Job, berichtet die 26-Jährige "verdanke ich definitiv dem Jugendrat und auch Burkhard Mast-Weisz." Während ihrer zweiten Amtszeit setzte sich der damalige Sozialdezernent und heutige Oberbürgermeister der Stadt für das engagierte Ratsmitglied ein und half ihr, ein Praktikum bei der Bergischen Morgenpost zu erhalten. "So fing meine journalistische Karriere an." Kontakt zu ihren alten Ratskollegen, pflege sie nicht mehr, "allenfalls mal über Facebook."

Auch die Aktivitäten ihrer Nachfolger habe sie in den Jahren nur sporadisch verfolgt. Dem Jugendrat sei sie für die Chancen und Möglichkeiten auf ewig dankbar: "Ich habe die Zeit dort als sehr, sehr gute Erfahrung im Kopf", betont Heß, "die nicht nur Weichen für mich gestellt hat, sondern mir in meiner Entwicklung weitergeholfen hat."

Quelle: RP
 
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