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Remscheid
Wein, Käse, Gesang und Talk auf dem grünen Sofa

Remscheid. Beim monatlichen "Wein und Käse"-Abend in der Luthergemeinde verfolgten am Montagabend 200 Besucher die Talkshow mit Wolf Haumann und seinen Gästen. Der beliebte "Wein und Käse"-Abend, seit fast zehn Jahren ein erfolgreicher Selbstläufer, integrierte vor einem Jahr das neue Talkshow-Format "Der mit dem Wolf spricht." Seitdem lädt sich der freie Journalist Haumann in regelmäßigen Abständen interessante Gäste auf seine grüne Couch ein. Von Cristina Segovia-Buendía

Diesmal nahmen neben Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann, Ärztin Dr. Bettina Stiel-Reifenrath, Detlef Franzen, ehemaliger Gewerkschafter, sowie dem Remscheider Opernsänger Hans-Arthur Falkenrath, auch Remscheids anderer Talkmaster Horst Kläuser ("Kall nit - talk") bei seinem "Plagiator" Platz und stahl ihm gleich die Show: "Als ich vor einem Jahr davon las, dass hier eine neue Talkshow angeboten wird, dachte ich nur, da wagt es tatsächlich jemand." Spielerisch fügte er hinzu "Ich möchte das Wort 'Gotteslästerung' ja nicht in den Mund nehmen, aber..." - und musste selber lachen. Die Gäste freuten sich über interessante Details aus dem Leben des Mannes, der für gewöhnlich selbst die Fragen auf dem grünen Sofa stellt.

Kläuser, den sich Haumann bis zum Schluss aufgehoben hatte, amüsierte die Gäste mit Abstand am meisten. Seine direkte, humorvolle Art kam bestens an. Dabei sprach er durchaus über ernste Themen, wie etwa über seine Zeit als Korrespondent in Washington während der Terroranschläge vom 11. September, oder später als Korrespondent in Moskau.

Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann erzählte über seine Zeit als Redenschreiber von Helmut Kohl, über seine Arbeit als Intendant des Teo Otto Theaters und über den Spagat dort, den verschiedenen Zielgruppen gerecht zu werden. Und er verriet, worauf sich die Theaterbesucher in der nächsten Saison freuen dürfen: Etwa Senta Berger im November oder auch die Berliner Shakespeare Company.

Mit Dr. Bettina Stiel-Reifenrath, sprach Wolf Haumann über die "Praxis ohne Grenzen", die in den Räumen der Remscheider Tafel Menschen ohne Krankenversicherung versorgt. Längst nicht nur Flüchtlinge: "Hier leben mehr Leute ohne Krankenversicherung als man meinen würde", sagte sie.

Detlef Franzen erzählte über seine Zeit als persönlicher Referent von Ex-Oberbürgermeister Willi Hartkopf und Hans-Arthur Falkenrath sprach über seinen Werdegang zum Opernsänger. Kostproben seines unüberhörbaren Könnens lieferte er zwischen den Gesprächen ab. Die 200 Gäste schauten zufrieden, verbrachten einen kurzweiligen Abend bei Wein, Käse und guter Unterhaltung.

Quelle: RP
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