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Remscheid
Wenig Einnahmen aus Laternenwerbung

Remscheid: Wenig Einnahmen aus Laternenwerbung
Die Plakatwerbung der Berliner Firma mediateam ziert bereits das gesamte Stadtgebiet. Hier eine Aufnahme aus der Lüttringhauserstraße. FOTO: Hertgen
Remscheid. Vermarktung der Flächen gestaltet sich schwierig. Stadt muss Erwartungen für Haushalt korrigieren. Von Henning Röser

Lodernde Flammen in Herzform, mittendrin leuchten in Rot die Buchstaben RS. Mit diesem Blickfang-Plakat wirbt die Firma mediateam Stadtservice aus Berlin derzeit an 200 Stellen im ganzen Stadtgebiet für ihre Werbeflächen an Laternenmasten.

Es ist ein neuerlicher Versuch, diese für Remscheid noch relativ neue Form der Plakatwerbung an den Kunden zu bringen. Im April 2013 schlossen die Stadt und die Berliner Firma den Vertrag, der beiden Seiten Vorteile bringen soll. Die Stadt möchte über eine Garantiepacht und Anteile an der Vermarktung Einnahmen für die leere Stadtkasse erzielen. Ab 2016 stehen hier jährlich 60 000 Euro im Remscheider Haushalt. Die Berliner Experten dagegen wollen ihr Geschäftsfeld erweitern.

Doch bislang läuft das Geschäft noch schleppend, bleibt hinter den Erwartungen zurück. Trotz intensiver Aktivitäten habe man in Remscheid "nicht annähernd" so viele Einnahmen erzielen könne wie im deutlich kleineren Lüdenscheid, schreibt Margit Marose vom mediateam in einer Stellungnahme für die BM. So konnten bislang 44 Werberahmen fest an Firmen vermietet werden. Angepeilt waren schon Ende 2013 an die 100. Die Berliner führen dies auch auf zum Teil fehlende Konkurrenz in Remscheid zurück. In einer Stadt, in der er es nur einen Baumarkt gebe, halte der Kunde eine Werbung schlichtweg nicht für notwendig. Das sieht etwa in Wuppertal ganz anders aus.

Unter den Erwartungen liegt auch der Zuspruch für die Veranstaltungswerbung. Selbst das Angebot, an Theater und Museen der Stadt, hier kostenlos zu werben, werde wenig genutzt, heißt es ernüchtert aus Berlin.

Mit Bauchschmerzen sieht die Firma auch die Praxis der Stadt, weiterhin Werbung auf Papp-Aufstellern zu genehmigen. Bei einem Zirkus sei das "durchaus angebracht", warum aber Plakate etwa für ein Hüpfburgenfest genehmigt würden, sei "schwer nachzuvollziehen". Diese Praxis "untergrabe die Vermarktungsaktivitäten maßgeblich". Gleichwohl geben sich die Berliner überzeugt, dass sich ihr Engagement in Remscheid in der Zukunft noch auszahlen wird.

Für die bis 2021 eingeplanten Einnahmen für die Stadtkasse gilt darum das Prinzip Hoffnung. 2015 werde man unter den Erwartungen liegen und nur die Garantiepacht erzielen, heißt es in einem Bericht der Stadt für die Politik. Wir hoch diese Garantiepacht ist, wollte Thomas Grieger, Referent des Oberbürgermeisters, mit Hinweis auf die Vertraulichkeit von Vertragsinhalten gestern nicht sagen.

Quelle: RP
 
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