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Remscheid
Wie Alice ins Wunderland fällt

Remscheid: Wie Alice ins Wunderland fällt
Auf eine skurrile Reise ins Wunderland nahm die Titelfigur Alice in dem gleichnamigen Stück die Zuschauer im Röntgen-Gymnasium mit. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Der Literaturkurs des Röntgen-Gymnasiums führte das bekannte Werk als gekürzte Bühnenversion in der Schule auf. Von Anna Mazzalupi

Eine fantasievolle Geschichte auf die Bühne zu bringen, ist eine Herausforderung. Mit der beliebten Story "Alice im Wunderland" hat sich der Literaturkurs des Röntgen-Gymnasiums eine große Herausforderung gesucht. Denn die Erzählung um das junge Mädchen Alice, das einem Kaninchen folgt und plötzlich durch einen Fall in der Welt von Herzkönigin, Hutmacher und Grinsekatze gelangt, quillt über von Fantasiegestalten und bunten Bildern.

Die Schüler haben für das ambitionierte Stück eine eigene, leicht abgespeckte Version erarbeitet, die sich auf die wichtigsten Szenen der Reise konzentriert. Das Kaninchen hetzt durch die voll besetzte Aula, ganz in Eile, da es "zu spät kommt". Alice, die mit ihrer Schwester im Grünen sitzt und über die Wichtigkeit von Bildern in Büchern diskutiert, wird auf das eilige Kaninchen aufmerksam. Sie folgt ihm in eine Höhle, in der sie unendlich zu fallen scheint. Nachdem sie erst klein, dann riesig und doch wieder klein wird, gelangt sie in eine skurrile Welt, in der sie sich erst einmal wieder selbst finden muss.

Dort trifft sie auf die Raupe und die Zwillinge Diedeldum und Diedeldei, die sie nur noch weiter in die Irre führen. "Es ist zum verrückt werden. Andauernd werden mir die Worte im Mund herumgedreht", sagt Alice verzweifelt. Ihre Begegnungen mit dem Hutmacher und dem Schnapphasen, die den "Ungeburtstag" feiern, sowie die Unterhaltung mit der Grinsekatze helfen ihr auch nicht weiter.

Statt der Herzogin wird sie zum königlichen Croquette eingeladen, bei dem Spielkarten, Igel als Bälle und Flamingos als Schläger Alice noch weiter verwirren. Zu allem Überfluss droht ihr die wütende Königin mit ihrem liebsten Befehl: "Kopf ab!". Bevor Alice wieder wie aus einem Traum erwacht und in der Realität zu sich kommt, durften die Gerichtsszene genauso wenig wie die Begegnung mit dem Ei auf der Mauer in der Version fehlen.

Die Interpretation der Röntgen-Schüler überzeugte durch die kurz gehaltene Version, die durch die schnellen Szenenwechsel an Tempo gewann. An einigen Stellen wirkte die Darstellung noch etwas hölzern und nicht ganz rund. Alles in allem hat die Gruppe die Herausforderung aber gut gemeistert.

Bei der Gestaltung des praktischen, aber dennoch bunten Bühnenbildes, wurde der Kurs von der Bühnenbild-AG der Schule unterstützt. Sympathieträger des Publikums waren neben Alice vor allem das Kaninchen sowie die Zwillinge Diedeldum und Diedeldei.

Diese sowie alle übrigen Darsteller wurden zum Schluss der Aufführung mit viel Beifall des Publikums belohnt.

Quelle: RP
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