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Remscheid
Wie das Fagott einen Besen hervorzaubert

Remscheid. Bergische Symphoniker boten mit ihrem Schulkonzert "Zauberkunst und Hexengraus" eine Einführung in die Welt sinfonischer Dichtung. Von Cristina Segovia-Buendía

Unter dem Titel "Zauberkunst und Hexengraus" luden die Bergischen Symphoniker diese Woche alle Sechstklässler ins Teo Otto Theater ein. Bei insgesamt vier Vorstellungen eröffnete ihnen das besondere Schulkonzert mit Paul Dukas' "Der Zauberlehrling" einen magischen Ausflug in die Welt der sinfonischen Dichtung.

Es ist ein allzeit Klassiker, Paul Dukas' Meisterwerk, das im Musikunterricht immer wieder gern genommen wird, um in die Orchesterarbeit und Instrumentenkunde einzuführen. Auch Disney verfilmte schon das wunderschöne Werk mit Micky Mouse in der Rolle des kleinen Zauberlehrlings, das an dieser Stelle optisch von einer kleinen, liebevoll gestalteten Videoprojektion ersetzt und musikalisch gewohnt famos von den Bergischen Symphonikern vorgestellt wurde.

Nachwuchsdirigent Johannes Witt leitete das Orchester, während Michael Forster als Moderator gekonnt durch das Stück führte, es für die jungen Theaterbesucher verständlich und kurzweilig in seine wichtigsten Einzelteile zerlegte.

"Was muss der Komponist wohl für Noten aufs Papier schreiben, damit später die Instrumente diese besondere Atmosphäre erzeugen können", fragte er die Schüler rhetorisch, ohne darauf eine Antwort zu erwarten. Bratschen und Celli, erzählte er, erzeugten Töne so fein und hoch wie aus Glas. "Das Zupfen der Harfe klingt wie magische Funken", sagte Forster, ehe auch dieses Instrument kurzzeitig erklang. Der verzauberte Besen, eines der Hauptmotive des Stückes, erweckte das behäbige und tiefklingende Fagott zum Leben. "Dukas hat für den Besen das einzige Instrument gewählt, das auch so aussieht wie ein Besen", sagte Forster, während Fagottist Peter Heider zur Belustigung der Gäste einen kleinen Handbesen in die Öffnung seines Instrumentes steckte. Wie es klingt, "wenn ein Komponist beim Komponieren so richtig viel Spaß hat", erklärte der Moderator anhand der Wasserspiele, wenn das Xylophon die Tropfen zum Funkeln bringt, Holzbläser akustisch außerordentliche Wasserkaskaden hervorzaubern, die Harfe für kleine Springbrunnen zuständig ist und die vielen Streicher in den großen Wassermassen rudern.

Zum Abschluss spielten die Symphoniker schließlich das komplette Stück einmal durch, während zur optischen Untermalung die kleine Videoprojektion auf einer kleinen Leinwand mitlief.

Diese gefiel Emma (10), die selbst Flötenspielerin ist, und Marie (12), die Klavier lernt, besonders gut. "Das war wirklich sehr schön, vor allem auch mit den Bildern auf der Leinwand", urteilten die beiden Schülerinnen.

Quelle: RP
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