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Remscheid
Wie der Bundesverband den Eingewanderten hilft

Durch die Zuwanderung von Spaniern sind die Hilfen des Bundesverbandes spanischer sozialer und kultureller Vereine wieder verstärkt gefragt. 1977 wurde er als Sprachrohr für die Rechte der spanischen Migranten gegründet. Er bot damals humanistische Weiterbildung an und stellte die kulturelle Verbindung zur Heimat sicher. Im Laufe der Jahre und im Zuge einer gelungenen Integration hatten sich die Aufgaben gewandelt.

Heute bietet der Verband nicht nur Kurse für Kinder und Jugendliche an. Sein Angebot geht mehr auf die Bedürfnisse älterer Mitbürger ein. So bietet er beispielsweise Computerkurse für sie an und kümmert sich um die Rentenanträge spanischer Mitbürger.

Seit 2011 besteht seine Aufgabe wieder verstärkt darin, Ansprechpartner für neue spanische Einwanderer zu sein. Das nehme sehr viel Zeit in Anspruch, sagt Projektleiter José Ramón Álvarez-Orzáez. "Uns erreichen täglich Mails und Anrufe aus Spanien, die sich über die Einwanderung informieren wollen. Von den rund 300 neuen Zuwanderern betreuen wir gut 100 Personen."

Vor Ort kümmert sich der 30-Jährige mit seinen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern um bürokratische Unterstützung. So begleitet er Neuankömmlinge zum Einwohnermeldeamt, vermittelt Wohnungen oder hilft bei der Eröffnung eines Bankkontos.

Der Bundesverband kooperiert mit dem Caritasverband Remscheid, mit der Regionalen Arbeitsstelle (RAA) und dem spanischen Ministerium. "Vom spanischen Ministerium für Arbeit bekommen wir Jobangebote aus ganz Deutschland, die wir weitervermitteln", sagt er. In Remscheid finden vor allem Handwerker Arbeit. José Ramón Álvarez-Orzáez: "Ich schätze, dass rund 20 Prozent der neuen spanischen Migranten Rückkehrer sind und hier in Remscheid auch Familienangehörige haben."

(seg)
 
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