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Remscheid
Wintersportort für ein Wochenende

Remscheid: Wintersportort für ein Wochenende
Eine ruhige Hand war bei der "Biathlon auf Schalke-Tour" gefragt, die am Wochenende in Remscheid auf der Allee-Straße Station gemacht hatte. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die "Biathlon auf Schalke-Tour" lockte viele Passanten und auch Remscheider Promis an die Simulatoren. Von Stefanie Bona

Zwei Minuten mächtig anstrengen, durchatmen und dann möglichst treffen - am Biathlon-Simulator hatten am Wochenende die Besucher der Remscheider City ihren Spaß. Das vom Marketingrat Innenstadt nach Remscheid geholte Event war publikumswirksam unterhalb des Allee-Center Brunnens aufgebaut, wo noch ein paar restliche Schneehügel wenigstens einen Hauch von Wintersportatmosphäre in die Stadt brachten. Die Zwei-Tages-Etappe der "Biathlon auf Schalke Tour" brachte Zuschauern und aktiven Teilnehmern die Kombination von Skilanglauf und Schießsport näher.

"Wenn da im Fernsehen nicht getroffen wird, schimpft man auf die Sportler. Jetzt sieht man mal, wie schwierig das doch ist", befand Manuela Steinhausen, die allerdings auf die schweißtreibende Aktivität auf dem Cardio-Thorax-Trainer verzichtete und wie viele andere es nur beim Probeschießen beließ. "Das Gewehr ist ziemlich schwer, das macht die Sache nicht so leicht. Die Aktion an sich ist aber ganz toll", lobte die Wuppertalerin.

Nicole und Leon traten zum Mutter-Sohn-Duell an und fuhren zunächst mal 400 Meter Ski. Der Thoraxtrainer machte dies möglich. Die Bewegungen mussten genau wie beim Skilanglauf mit kräftigem Armschwung absolviert werden, nur dass man dabei keinen Meter voran kam. Der Kreislauf wurde indes genauso in Schwung gebracht, wie auf einer echten Piste. Leon zog seiner Mutter davon und erzielte anschließend sogar fünf Treffer, nachdem er den Puls etwas zur Ruhe gebracht hatte.

Ralf Wieber, Vorsitzender des Remscheider Marketingrates, war mit der Resonanz auf das Angebot sehr zufrieden. "Damit haben wir viel Publikum angezogen", lautete am Samstagnachmittag sein erstes Fazit.

Auf Interesse stieß dann auch das Aufeinandertreffen der lokalen Prominenz, die sich zum Kräftemessen einfand. Als ehemalige Zivildienstleistende, so unkten Sparkassen-Chef Frank Dehnke und Sportdezernent Thomas Neuhaus, hätten sie wohl gegen Landtagsabgeordneten Jens Nettekoven als Berufssoldat kaum eine Chance. Und auch die Abordnung des Remscheider Schützenvereins mit seinem Präsidenten Christoph Lange, der am Ende des ersten Tages auf Platz elf in der Gesamtwertung lag, stellte eine beträchtliche Konkurrenz dar. Außerhalb des Promi-Wettbewerbs hatte sich zuvor Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz am Gewehr versucht und dabei immerhin vier Mal ins Schwarze getroffen.

Auf was sich der Gesamt-Etappensieger nach zwei Tagen Biathlon in Remscheid freuen kann, erzählte Ulf Quooß. Im vergangenen Jahr hatte der Bochumer die erste Etappe der Tour in Castrop-Rauxel gewonnen und durfte dann als Ehrengast den Biathlon auf Schalke erleben, zu dem auch in 2016 wieder alle siegreichen "Biathleten" aus der Städtetour eingeladen werden. Stolz präsentierte Quooß auf seinem Smartphone ein Foto, das ihn mit Biathlon-Darling Magdalena Neuner zeigt.

Quelle: RP
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