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Öffentlicher Nahverkehr
Wolf (SPD) will Qualitätsbericht zur "S 7"

Öffentlicher Nahverkehr: Wolf (SPD) will Qualitätsbericht zur "S 7"
Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf forderte vom VRR einen Qualitätsbericht zur S7 an. FOTO: Moll, Jürgen
Remscheid. Die von unserer Redaktion Anfang der Woche geschilderten Probleme auf der Strecke des "Müngsteners" waren Diskussionsthema im Stadtrat. Von Henning Röser

Die Berichterstattung der Bergischen Morgenpost über Zugausfälle, schlechte Fahrgastinformation und zunehmende Probleme mit der Pünktlichkeit auf der S Bahn-Linie "S 7" war Thema in der Ratssitzung am Donnerstag. Markus Kötter (CDU) wollte von Sven Wolf (SPD) wissen, ob die Probleme beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bekannt seien und wie dieser damit umzugehen gedenke.

Wolf sitzt für Remscheid in der Verbandsversammlung. Der VRR hat den Auftrag für die Strecke des "Müngsteners" (Solingen - Remscheid - Solingen) an Abellio vergeben. Wolf schrieb noch am Abend eine E-Mail an den VRR-Vorstand, in der er einen Qualitätsbericht zur S 7 anforderte. Dem will er dem Rat vorlegen. In der Sitzung berichtete er, dass die Mängel auch für Abellio folgen haben. Für nicht erbrachte Leistungen werde dem Zugunternehmen Geld abgezogen. Dieses Druckmittel sei das wirksamste, um Qualitätsverbesserungen zu erreichen. Warum Abellio nach gutem Start nun mehr Probleme bekomme, wisse er auch nicht. Der Bericht soll Klarheit bringen. Denkbar sei, dass der VRR, dem die Züge gehören, die Abellio benutzt, Hilfe anbietet. Dazu müsse er aber wissen, ob es technische Probleme gebe.

Wolf pendelt als Landtagsabgeordneter selber öfter mit der S 7 nach Düsseldorf. Die von den Morgenpost-Lesern geschilderten Probleme hat er selber schon erlebt. Termine im Landtag konnte er so nicht einhalten.

Kötter sprach auch das Problem der Durchbindung nach Düsseldorf an. Bislang gibt es nur zwei durchgehende Verbindungen (ohne Umstieg in Solingen). "Diese liegen aber zu Zeiten, die an den Wünschen der meisten Pendler vorbeigehen", so Kötter.

Tatsächlich seien die aktuellen Verbindungen eher etwas für "Luxuspendler", stimmte Wolf gestern im Gespräch zu. Doch sieht er Bewegung in diesem Thema. Bei Gesprächen mit dem VRR, an denen auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz teilnahm, sei ein Modell diskutiert worden, das eine durchgehende Verbindung pro Stunde nach Düsseldorf vorsieht - auch im Berufsverkehr. Die Idee: Immer wenn die S 7 durchfährt, fällt die S 1 mit gleichem Ziel ab Ohligs weg. Das Problem: Die S 7 müsste dann auf dieser Verbindung mit zusätzlichen Wagenmaterial ausgestattet werden. Denn vor allem an den Haltepunkten in Hilden oder Mettmann steigen täglich noch viele Pendler zu. Im "Müngstener" würden sich die Fahrgäste stapeln. Der Oberbürgermeister gab sich im Rat optimistisch, dass dieses "erste Etappenziel" zu erreichen sei.

Schwieriger sieht es mit dem zweiten Thema auf dem Remscheider Wunschzettel an den VRR aus. Die Direktverbindung nach Köln scheitert am Nadelöhr Deutzer Brücke. Hier biete sich aktuell kein Zeitfenster, um mit der S 7 über den Rhein zu kommen. Vor 2020 sieht der OB kaum Chancen. Die Idee von David Schichel (Grüne), den Zug schon in Deutz enden zu lassen, sei nicht umsetzbar.

Quelle: RP
 
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