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Remscheid
Groovige Töne zum Zehnjährigen der Box

"Zehn Jahre Musical Box" Remscheid: Groovige Töne von Steve James
Auf den Spuren seiner großen musikalischen Vorbilder in der Blues-Szene: Steve James gastierte in der Musical Box. FOTO: jürgen moll
Remscheid. Der US-Amerikaner Steve James bot traditionellen Blues in der bestens besuchten Musikkneipe. Von Hagen Thiele

Zum Einstieg in das Jubiläums-Wochenende "zehn Jahre Musical Box" standen alle Zeichen auf Gitarre. Mit grandioser Spieltechnik, geschmeidigem Groove und viel Charisma begeisterte der US-Amerikaner Steve James die bestens gefüllte Musikkneipe. Scheinbar hatte sich herumgesprochen, dass James im Bereich des traditionellen Blues zu einem der weltweit besten Musiker zählt. Diesem Ruf wurde er mehr als gerecht.

Die Finger flogen nur so über die Saiten, manchmal glitten sie auch in wahnsinniger Geschwindigkeit das Griffbrett auf und ab. Doch ganz gleich, welche Technik James auch benutzte, letztlich wurde das virtuose Spiel nie zum Selbstzweck, sondern war immer Teil eines verspielten Gesamtkonzepts voller Groove. Das spiegelte sich auch im Publikum wider. Während die einen mit staunenden Gesichtern die wirbelnden Finger anvisierten, schlossen die andern die Augen, um sich ganz auf die flotten Melodien konzentrieren zu können oder wiegten sich einfach im Takt der Songs.

Mit seiner markanten Stimme verlieh der Amerikaner den Songs zusätzlich eine eigene Note. Man merkte, dass er voll in der Musik aufging. Besonders deutlich wurde dies, wenn es den eigentlich eher gesetzt wirkenden Künstler richtig überkam und er so schwungvoll im Takt mit dem Fuß auftrat, dass man fast glauben konnte, die Bühne hätte sich bewegt. "Es ist mein erster Gig in Remscheid und in dieser wundervollen Bar", sagte James bei einer Ansage. Er erkundigte sich auch danach, ob denn die Besucher einer gute Zeit haben. Der Beifallsturm war eine deutliche Antwort.

Als James einen Song von Big Joe Williams anstimmte, griff er zum Banjo und schafft es endgültig, dass die Musical Box ein Flair verbreitete, das an einen Club im Süden der USA erinnerte. "Ich war damals noch ein Kind, als die ganz Großen des Blues ihre ersten Konzerte gaben", erklärte James, für den die Lieder seiner Kindheitshelden offensichtlich einen ganz besonderen Stellenwert genossen. Vor allem der Einsatz des Banjos fiel positiv aus und sorgte dafür, dass das Stück eine interessante und verspielte Komponente erhielt.

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert in der Musical Box. Am 7. November tritt die "General Lee Band" auf. Die siebenköpfige Truppe hat sich voll und ganz der Hommage an den Southern Rock verschrieben. In der Tradition von Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd oder den Allman Brothers wird sowohl gecovert, als auch eigenen Songs Raum gegeben.

Quelle: RP
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