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Remscheid
Zimmer frei

Remscheid: Zimmer frei
FOTO: Nico Hertnen
Remscheid. Die letzte der drei Notunterkünfte für Flüchtlinge ist geschlossen. Der Zustand der Gebäude ist gut, sagt die Stadt. Von Henning Röser

Seit gestern steht auch die letzte der drei in Remscheid eingerichteten Notunterkünfte des Landes NRW für Flüchtlinge wieder für städtische Zwecke zur Verfügung. Die Räume der früheren Hauptschule an der Tersteegenstraße am Kremenholl wurden bei einem Termin mit der Bezirksregierung Düsseldorf offiziell von der Stadt übernommen. Teilweise werden die Gebäude bereits wieder von ihren ursprünglichen "Mietern" genutzt.

Er sei "froh und glücklich" über den guten Zustand der Gebäude. sagte Thomas Judt, Leiter des städtischen Gebäudemanagements im Bauausschuss. Bedenke man, wie viele Menschen dort auf engem Raum untergebracht gewesen seien, hielten sich die entstandenen Schäden "sehr in Grenzen". Das sei sicherlich auch das Ergebnis der guten Betreuung der Menschen durch die BAF, die Johanniter und die Sicherheitsdienste.

Größerer Handlungsbedarf besteht nur in der Halle der Pestalozzi-Schule. Diese wurde seit Juli 2015 als Kantine genutzt. Die dort als Sitzgelegenheiten aufgestellten Bierzeltgarnituren haben Schnitte im Hallenboden hinterlassen. Er soll in den Sommerferien repariert werden, kündigte Judt an. Der Boden der Halle in der Tersteegenstraße soll gereinigt werden. Ansonsten haben einige Deckenplatten gelitten. Judt vermutet, dass Kinder sie beim Spielen mit Besenstielen bearbeitet haben. Die Kosten für die nötigen Renovierungen übernehme das Land, sagte Judt auf Nachfrage der Politik.

Die für die Unterbringung der Flüchtlinge ebenfalls auf Kosten des Landes angeschafften Betten, Matratzen, Waschmaschinen oder Trockner will die Stadt übernehmen - möglichst für einen kleinen Preis, wie Judt andeutete. Im Raum steht auch die Ansage von Innenminister Ralf Jäger, diese Dinge der Stadt kostenfrei zu überlassen. Sie sollen eingelagert werden, um bei der nächsten Flüchtlingswelle zur Verfügung zu stehen.

Judt kündige an, dass nun einige Flüchtlings-Familien in das von der Stadt kürzlich für zehn Jahre von einem Privatmann angemietete städtische Übergangswohnheim an der Oberhölterfelder Straße einziehen werden. "Wir strukturieren die Besetzung in den Unterkünften um." Der Zustrom der Flüchtlinge habe zuletzt nachgelassen, das gebe der Stadt etwas Luft, um die Unterbringung neu zu organisieren. Insgesamt, so das Fazit von Thomas Judt, habe die Stadt die Notlage mit drei von ihr zu betreibenden Notunterkünften "gut bewältig".

Wie berichtet, hat die Stadt der Bezirksregierung in Düsseldorf mitgeteilt, dass sie künftig keine Notunterkünfte mehr betreiben kann, weil sie die Gebäude anders nutzen will. So soll in der Pestalozzi-Schule in Lennep im kommenden Jahr die vom DOC verdrängte Grundschule Am Stadion einziehen.

Quelle: RP
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