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Remscheid
Zukunft der Allee bewegt die Bürger

Remscheid: Zukunft der Allee bewegt die Bürger
Blick über den Kugelbrunnen im Bereich der unteren Alleestraße. Hier liegt eine der Problemzonen der Einkaufsmeile. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Beim Spaziergang der SPD zum Thema Innenstadt-Umbau wird die Veränderung auf der Einkaufsmeile besonders intensiv diskutiert. Bürger fragen: Was passiert mit dem altem Kino? Von Henning Röser

Ein Spaziergang vom Hauptbahnhof hinauf bis zum Stadtkegel am Rathaus bei sommerlicher Witterung. Das fordert eine gewisse Grundfitness. Rund 40 Menschen, darunter auch viele ohne SPD-Parteibuch, nahmen gleichwohl gestern Nachmittag am Rundgang der SPD teil, bei dem mehrere Stationen des geplanten Innenstadt-Umbaus vorgestellt wurden.

Waren die Bürger bei der Vorstellung der Pläne zum Kino-Neubau am Bahnhof (geplante Fertigstellung: Ende 2017) noch sparsam mit Fragen und witzelten in Anspielung auf den DOC-Streit über mögliche Einsprüche ("Hat Wuppertal schon zugestimmt?"), so wurde die Diskussion vor dem SinnLeffers-Gebäude auf der Allee lebhaft.

Der stetige Niedergang der Einkaufsmeile trifft die Anwohner hart. Mehrere bemängelten, dass es keine Geschäfte mehr für die Nahversorgung gebe und dass die Straßen verdreckt seien. Eine Anliegerin regte an, Eigentümer, die ihre leerstehenden Gebäude verkommen lassen, zur Kasse zu bitten.

Dies lasse das Gesetz nicht zu, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf. Gleichwohl sei Besserung in Sicht. In die neu gegründete Immobilien- und Standortgesellschaft (ISG) Alleestraße müssten alle Eigentümer einzahlen. Mit dem Geld solle die Straße belebt werden. Auch Reingungs-Aktionen seien geplant. Wolf berichtete, dass die ISG plant, die Technischen Betriebe (TBR) der Stadt mit einer regelmäßigen Reinigung zu beauftragen.

Was wird denn nun aus dem alten Kino?, wollten gleich mehrere Bürger wissen. Stadtplaner Robin Denstorff hatte zuvor am Bahnhof erklärt, dass solch alte Lichtspielhäuser als Kino keine Zukunft mehr haben, weil sie nicht mehr den technischen Ansprüchen der Branche entsprechen.

Wolf brachte den Vorschlag ein, dass man das Haus dem Besitzer abkaufen und abreißen könne. So bestünde die Chance, einen breiten und hellen Durchgang zum Ebert-Platz zu schaffen. Bislang gibt es nur die sehr dunkle und enge Engelspassage. Der Vorschlag stieß auf Interesse. Die Fördermillionen des Landes, die die Stadt für den Innenstadtumbau erhält, könnten auch für solche Projekte genutzt werden, sagte Wolf der BM.

Im Rathaus wurde die Reisegruppe dann von Kämmerer Sven Wiertz empfangen, der den geplanten Anbau des Rathauses mit neuer Rettungswache der Feuerwehr an einem Modell erklärte.

Die zweistündige Tour endete am frühen Abend auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Stadtplaner Denstorff berichtete, dass jetzt ein Büro beauftragt wurde, um den architektonischen Wettbewerb vorzubereiten, mit dem Vorschläge für die Umgestaltung der Fläche eingeholt werden sollen. Vorschläge sollen dann im Frühjahr 2017 vorliegen. Wie berichtet, soll der Platz künftig nicht mehr nur von Bussen genutzt werden, sondern teilweise auch ein öffentlicher Platz werden.

Quelle: RP
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