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Remscheid
Zweifel am Zeitplan für das DOC

Remscheid: Zweifel am Zeitplan für das DOC
Oberhalb der Albert-Schmidt-Allee in Lennep liegt ein ehemaliges Schützenheim. Die Stadt prüft, ob dieses Gelände als Ersatz für den Festplatz am Stadion geeignet ist. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. W.i.R. will Ratsentscheidung vertagen. Neuer Vorschlag für Ersatzflächen an ehemaligen Schützenheim wird geprüft. Von Henning Röser und Christian Peiseler

Bislang lief das Beratungsverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes für das DOC, das am Freitag, 18. Dezember, mit dem Ratsbeschluss enden soll, relativ geräuschlos. Außer von der Linken und der Bürgerinitiative als erklärten Gegnern des Projekts gab es keine kritischen Stimmen. Die Bezirksvertretungen Alt-Remscheid und Süd, beide nur am Rande betroffen, winkten die Pläne am Dienstagabend kommentarlos durch.

Gestern nun hat die Wählergemeinschaft den Antrag gestellt, die Entscheidung zu vertagen. Sie begründet das zum Einen mit der immer noch nicht verbindlich geklärten Frage, wie die Ersatzlösung für jene Vereine aussehen soll, die mit ihren Veranstaltungen vom Kirmesplatz weichen müssen, wenn dieser für das DOC bebaut wird. Die jüngsten Erklärungen der Stadt dazu seien nicht zufriedenstellend, sagte Ina Garweg von der W.i.R. gestern auf BM-Anfrage. Die W.i.R. habe immer klar gemacht, dass sie den DOC-Plänen erst dann zustimmen werde, wenn diese Frage geklärt sei.

Mindestens genauso schwer wiegt für die W.i.R. ein anderes Problem. Durch die Verzögerungen bei den Planungen des Ersatzes für das Röntgenstadion drohe dem Sport und den Schulen in Lennep nun eine wesentlich längere Übergangsphase als zunächst gedacht, schreibt die W.i.R. Damit werde die Verwaltung und die Politik wortbrüchig. Der Zusage der Stadt, das Bebauungsplanverfahren für den Ersatzstandort Hackenberg innerhalb eines Jahres durchziehen zu können, traut die W.i.R. nicht über den Weg. Sie will das Verfahren stoppen, bis Klarheit herrscht. In die Diskussion um einen Ersatzstandort für die Brauchtumsfeste ist aber Bewegung gekommen. Nach Informationen der Bergischen Morgenpost prüft die Stadt auf Vorschlag des Verkehrs- und Fördervereins ein Gelände oberhalb der Albert-Schmidt-Allee. Auf dem Gelände befindet sich ein ehemaliges Schützenheim. Es soll sich im Besitz der Stadt befinden. Von der Größe her wäre es nach ersten Einschätzungen ausreichend, um genügend Fläche für Parkplätze und ein Festzelt bereitstellen zu können. Allerdings ist es nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Stadt hat eine Prüfung des Vorschlags zugesagt. Sie steht bei den Vereinen im Wort, einen neuen Standort für den Wegfall des Kirmesplatzes zu präsentieren. Auf dem Kirmesplatz soll das Parkhaus für das DOC gebaut werden.

Der Standortfrage für die Pfingstkirmes im nächsten Jahr des Schützenvereins Eintracht ist bereits geklärt. Sie findet auf der Robert-Schumacher-Straße von der Einmündung Am Johannisberg bis zum Scheitelpunkt der Kurve Richtung Alte Kölner Straße statt. Darauf haben sich alle Parteien geeinigt.

Quelle: RP
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