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Remscheid
Zwischen Charmeur und Zauberer

Remscheid: Zwischen Charmeur und Zauberer
FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Christopher Köhler punktete beim Publikum im Rotationstheater mit großer Lust an der Improvisation. Von Hagen Thiele

Ist er jetzt Magier, Komiker oder von beidem etwas? Christopher Köhler bescherte den Besuchern im Rotationstheater mit Zaubertricks und Witzen eine wunderbar unterhaltsame Zeit, die als Bonus einmalig bleibt, denn Köhlers größte Stärke ist die Improvisation. Seine besten Momente hatte der Künstler dann, wenn er mit dem Publikum interagierte und spontane Scherze machte. Dabei punktete er mit frechem Charme, aber vergriff sich nie im Ton.

Es war der Höhepunkt eines zweistündigen Programms, bei dem sich verblüffende Momente und laute Lacher stets abwechselten, als Köhler nur per Kraft seiner Gedanken aus vier Tackern die drei aussuchen musste, die nicht mit Klammern gefüllt waren.

"Wenn es schief geht, hoffe ich, dass ein Arzt anwesend ist", sagte er im Spaß, bevor er sich einen Tacker nach dem anderen von einer Dame aus dem Publikum geben ließ und sie aufforderte, abzudrücken. Natürlich ging der spannende Trick ohne schmerzhafte Überraschungen über die Bühne.

Weniger gefährlich, aber keinesfalls minder erstaunlich, zeigte sich ein Experiment mit einem Zauberwürfel. Ein solcher Würfel besteht pro Seite aus je drei mal drei kleineren Würfeln, deren Flächen unterschiedlich gefärbt sind. Ziel ist es, die einzelnen Elemente so zu drehen, dass die kleinen Würfel einer Seite eine gemeinsame Farbe zeigen.

Köhler ließ das Publikum den Würfel nach Belieben verstellen, prägte sich die Seiten ein und löste ihn dann mit verbundenen Augen nur aus der Erinnerung. Die Besucher applaudierten begeistert. Humoristische Glanzpunkte bis das Zwerchfell vor Lachen schmerzte, setzte Köhler zusammen mit zwei Damen, die ihn fesseln sollte.

Das Duo hatte das Prinzip aber nicht ganz verstanden und fixierte den Magier etwas zu lasch, so dass die Kette immer herunter fiel. Der Künstler nahm es mit Humor.

"Ob ich da jemals wieder raus komme", sagte er und hielt die Fesselung fest, damit sie nicht herunterrutschte. Gerade in solchen Momenten konnte Köhler auftrumpfen. Herrlich war auch die Szene, als er einen Kandidat aus dem Publikum zu mehr Enthusiasmus auf der Bühne aufforderte, bis der Gast den Spieß beinahe umdrehte und mit so überzogener Freude auftrat, dass man sich fast fragen durfte, wer da eigentlich wen veräppelt hat. Christopher Köhler ging auf das Spielchen ein, so dass beide sich schließlich die humoristischen Bälle zuschoben und lauten Beifall erhielten.

Quelle: RP
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