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Grevenbroich
Jecken machen Orken zur Karnevalshochburg

Grevenbroich: So feierten die Jecken in Orken
Grevenbroich: So feierten die Jecken in Orken FOTO: Berns, Lothar
Grtevenbroich. Rund 750 Teilnehmer haben beim Umzug am Samstag mit Festwagen und Fußgruppen für Stimmung auf den Straßen gesorgt. Von Sebastian Draxl

Viele Großwagen aber auch kleine Fußgruppen haben beim Umzug am Samstag für ordentlich Stimmung auf den Straßen gesorgt. Rund 750 Teilnehmer in 22 Gruppen machten Orken am Samstag zur Grevenbroicher Karnevalshochburg. Nach dem Umzug feierten die Jecken bei der After-Zoch-Party auf dem Kirmesplatz bis tief in die Nacht weiter.

"Der liebe Gott muss ein Orkener sein", sagt Zugleiter Herbert Witte (51) schon vor dem Umzug. Die Sonne strahlte über Grevenbroich und bei frühlingshaften Temperaturen kamen einige Jecken in warmen Fellkostümen ordentlich ins Schwitzen. Der Sonne am nächsten war während des gesamten Umzugs Kinderprinzessin Lea Hüttner. Die 13-Jährige durfte hoch oben auf dem Senatorenwagen mitfahren. Im vergangenen Jahr wurde sie noch im Cabrio durch Orken gefahren. Nachdem sich zuletzt keine neue Kinderprinzessin fand, verlängerte Lea Hüttner ihre Amtszeit einfach um ein Jahr. "Mir macht die Rolle einfach Spaß. Da habe ich mich spontan noch mal gemeldet", sagt Hüttner und wirft eifrig weiter Kamelle auf die Jecken am Straßenrand.

Grevenbroich: So feierten die Jecken in Hemmerden 2016 FOTO: Berns, Lothar

Ebenfalls einige Meter über der Straße fuhren die "Dörpritter" aus Gustorf durch Orken. Die 28 Mitglieder feierten dabei Premiere. Zum ersten Mal wurde der neue Großwagen eingesetzt. Mit Toilette, DJ-Turm und ganz viel Platz für Kamelle waren die "Dörpritter" gut für den Umzug gerüstet. Seit Ostern 2015 bauen die Mitglieder an dem Wagen. "Wir freuen uns, den Wagen heute das erste Mal zu nutzen. Die ganze Arbeit hat sich gelohnt", sagt der erste Oberritter Jakob Jansen (58).

Ebenfalls auf einem großen Anhänger fuhr das "Schiller Dreigestirn" mit Prinz Silvia Zschingschung, Bauer Ramona Häntsch und Jungfrau Barbara Caputto. Zum zehnten Mal zogen die 20 Mitglieder zwischen 14 und 50 Jahren beim Umzug in Orken mit – "immer mit einem eigenen Dreigestirn", sagt Thomas Häntsch (50). Zum ersten Mal beim Grevenbroicher Karneval dabei war hingegen Katja Schauer. Die Aachenerin feierte auch auf dem Schiller-Wagen mit und ist vom Orkener-Karneval begeistert. "Die Stimmung ist super. Daran kann ich mich gewöhnen", sagt die 45-Jährige.

So jeck war der Zug in Otzenrath FOTO: Berns, Lothar

Doch auch kleine Fußgruppen zwischen den pompösen Festwagen sorgten für reichlich Stimmung. So auch die Gruppe um Daniel Hemmerling (37). Schon im vergangenen Jahr begann die Gruppe mit der Arbeit an ihren Fisch-Kostümen. Nach dem Zug ging es für viele ins Festzelt auf dem Kirmesplatz zur After-Zoch-Party. Dort wurde bis in die Nacht gefeiert. Bereits am Altweiber-Donnerstag sorgten die Jecken dort für Stimmung. "Wir hatten das erste Mal donnerstags geöffnet und es hat sich gelohnt. Viele Karnevalsfreunde, die sonst nach Köln oder Düsseldorf gefahren wären, sind zu uns gekommen", sagt Herbert Witte, der neben der Aufregung um die Sicherheit in Köln auch auf das schlechte Wetter verwies. "Wir hoffen natürlich, dass wir die Menschen mit unserer Veranstaltung überzeugen konnten."

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