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Rhein-Kreis Neuss
Brexit: NRW Invest sieht Chancen auch für den Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss. Tritt Großbritannien aus der EU aus, könnte dies der Wirtschaft im Rhein-Kreis unter Umständen mehr nützen als schaden. Im Kreisausschuss verwies Rainer Hornig, Prokurist der Landeswirtschaftsförderung NRW Invest gestern zwar einerseits auf Risiken für Unternehmen, die nach Großbritannien exportieren, andererseits aber auch auf die Chance, internationale Firmen, die derzeit vor allem im Großraum London ansässig seien, für einen Wechsel auch in den Rhein-Kreis zu gewinnen.

NRW Invest, so Hornig, bemühe sich derzeit um entsprechende Kontakte vor allem zu Unternehmen aus den USA, aus Japan, China, Korea und Indien. Konkret geht es um Europazentralen, die derzeit noch in "GB" zu Hause sind. Mit einem Brexit würde der Standort Großbritannien unattraktiv, unter anderem auch, weil sich Unternehmen mit Sitz dort nicht mehr an europaweiten Ausschreibungen im EU-Gebiet beteiligen könnten. Vor allem japanische Unternehmen hofft NRW Invest für den Großraum Düsseldorf interessieren zu können. "Japanische Firmen siedeln sich gern dort an, wo bereits Landleute arbeiten", sagte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. Der Rhein-Kreis habe bereits in der Vergangenheit mit der Nähe zu Düsseldorf, günstigen Flugverbindungen nach Tokio, der japanischen Schule und der internationalen Schule ISR in Neuss punkten können. Hinzu komme, so Petrauschke, dass die Region von ausländischen Firmen deutlich sicherer eingeschätzt werde als zum Beispiel der Raum London: "Auch das könnte uns helfen, Unternehmen für den Kreis zu gewinnen."

(ki-)
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