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Rhein-Kreis Neuss
Dezernent wirbt für eine IT-Offensive im Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss. Die Kommune, die in die Digitalisierung der verwaltungsinternen Abläufe (E-Administration) und in ihre Dienste für Unternehmen und Bürger (E-Services) investiert, die investiert in eine erfolgreiche Zukunft. Diese These vertritt Bijan Djir-Sarai (40) in seinem Vorwort für den ersten "Bericht - Digitalisierung im Rhein-Kreis Neuss", den er jetzt vorgelegt hat und der in der Sitzung des Kreisausschusses am kommenden Mittwoch (2.) besprochen werden soll. Von Ludger Baten

Der erst im Frühjahr zum IT-Dezernenten im Kreishaus bestellte Djir-Sarai hat Wort gehalten. Er hatte angekündigt, bis Jahresende 2016 ein Digitalisierungs- und E-Government-Konzept für den Kreis zu erarbeiten. "Jetzt bin ich vor der Zeit", sagt er nicht ohne Stolz. Dabei wertet er das Ergebnis seiner Arbeit nicht als "fertiges Konzept", sondern als ein "Strategiepapier", das Impulse gibt und den Prozess der Digitalisierung verstärkt und systematisch begleitet. Darum will Djir-Sarai auch alljährlich einen Bericht zur Digitalisierung vorlegen: "Wir müssen uns alle selbst in die Pflicht nehmen, dass wir dieses wichtige Thema auch konkret und zeitnah abarbeiten. Das erfordert von uns allen Disziplin."

Der Dezernent beschreibt die digitale Transformation als eine "prozessorientierte. ressortübergreifende und interkommunale Querschnittsaufgabe" - wer sich diesen Satz genau ansieht, der ahnt, dass am Ende nicht nur neue Prozesse, neue Zuständigkeiten und viel mehr Transparenz stehen, sondern auch ein neues Denken. Nur die Kommune werde im Wettbewerb um die besten Köpfe und die leistungsfähigsten Unternehmen bestehen, deren Digitalisierungsgrad mit dem von Bürgerschaft und Wirtschaft kompatibel sei. Mit seiner IT-Offensive bringe sich der Rhein-Kreis "ganz weit nach vorn" unter den Standorten in Deutschland. So schlägt der Dezernent eine ständige Digitalisierungs-Konferenz vor, in der Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und externe IT-Experten mitwirken. Eine Begleitung der digitalen Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven heraus, könne am Ende zu einer lokalen Denkfabrik ("Think Tank") führen: "Die aus einer Strategie konkrete Handlungsfelder ableitet."

Quelle: NGZ
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