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Rhein-Kreis Neuss
Kreis-Linke stellen sich für Wahl auf

Die Linken im Rhein-Kreis Neuss stellen sich für NRW-Landtagswahl 2017 auf
Die Direktkandidaten der Linken für die NRW-Wahl (v.l.): Kirsten Eickler, Anne Rappard und Johann-Albrecht Lenkait. lber FOTO: Berns Lothar
Rhein-Kreis Neuss. Die Linkspartei hat drei Kandidaten gewählt, die sie für die Landtagswahl 2017 ins Rennen schicken will. Alle Kandidaten formulieren klare Ziele.

Am 14. Mai 2017 wählt NRW einen neuen Landtag. Jetzt haben auch die Linken im Rhein-Kreis Neuss um ihren Vorsitzenden Heiner Bäther drei Direktkandidaten gewählt, die sie in den drei Kreis-Bezirken für die Landtagswahl ins Rennen schicken. Insgesamt 27 Mitglieder - theoretisch hätten es 104 sein können - haben an der Wahl teilgenommen und sich für die 47-jährige Kirsten Eickler (Wahlbezirk Neuss), die 24-jährige Anne Rappard (Wahlbezirk Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen) und den 64-jährigen Johann-Albrecht Lenkait (Wahlbezirk Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich, Jüchen) entschieden.

Für den letzten Wahlbezirk setzte sich Lenkait gegen einen Mitbewerber durch. Geleitet wurde die Wahl am Samstagmittag von Andrej Hunko, einem der zehn linken Bundestagsabgeordneten aus NRW. Der Aachener unterstützt die Linkspartei im Rhein-Kreis seit längerer Zeit und verfolgte die Wahl der Direktkandidaten für die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland. Ob die Linken eine gute Wahl getroffen haben? "Da bin ich mir sicher", sagte er.

Die drei Kandidaten haben klare Ziele. Die ehemalige Piratin Kirsten Eickler nennt die Chancengleichheit in der Bildungspolitik als Ziel, außerdem sei es wichtig, im Zeitalter der Digitalisierung Arbeitsplätze zu erhalten. "Alle sollen am technologischen Fortschritt teilhaben können", sagte die Jüchenerin, die mit Arbeitszeitverkürzungen dafür sorgen möchte, dass mehr Jobs gesichert werden. In Sachen Gesundheitspolitik sprach sich Anne Rappard aus Grevenbroich gegen die Privatisierung der Kreis-Krankenhäuser aus. "Gesundheit ist keine Ware", betonte Rappard.

Der Meerbuscher Kandidat Johann-Albrecht Lenkait nennt als Ziel die Einhaltung "sozialer Mindeststandards" bei Landes-Ausschreibungen: "Wir fordern, dass Aufträge nur an Unternehmen vergeben werden, deren Mitarbeitern mindestens zwölf Euro Lohn pro Stunde gezahlt wird." So viel müsse man verdienen, um im Rentenalter nicht in die Grundsicherung zu rutschen.

(cka)
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