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Rhein-Kreis Neuss
Djir-Sarai will zurück in den Bundestag

Rhein-Kreis Neuss: Djir-Sarai will zurück in den Bundestag
Steht auf Platz seiner Liste für die Bundestagswahl: Bijan Djir-Sarai FOTO: Lber
Rhein-Kreis Neuss. Der FDP-Bezirksverband hat Bijan Djir-Sarai auf Platz 1 seiner Liste für die Bundestagswahl gesetzt. Für den 40-Jährigen ein Etappenziel auf dem Weg zurück in den Bundestag. Auch das Tableu für die Landtagswahl steht so gut wie fest. Von Christoph Kleinau

Das Personaltableu, mit dem die FDP im Rhein-Kreis im kommenden Jahr bei den Wahlen zum Landtag (Mai) und Bundestag (September) antreten will, wird konkret. Und wie kaum anders zu erwarten, soll dem Kreis- und Bezirksvorsitzende Bijan Djir-Sarai eine Führungsrolle zufallen. Vor allem bei der angestrebten Rückkehr in den Bundestag, will er selbst Spitzenkandidat und Wahlkampflokomotive der FDP zugleich sein.

Eine erste wichtige Hürde hat der 40-jährige Diplom-Kaufmann jetzt genommen: Der Bezirksverband Düsseldorf wählte ihn mit 92,5 Prozent auf den Listenplatz eins - und nicht Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die als Direktkandidatin in ihrer Heimatstadt Düsseldorf schon gesetzt ist. "Als stellvertretende Bundesvorsitzende läuft sie außerhalb der Bezirkslisten", sagt Djir-Sarai, der nun auf einen einstelligen und damit aussichtsreichen Platz auf der Landesliste hoffen kann. Einen, der ihn nach vier Jahren Zwangspause für eine zweite Amtszeit zurück in den Bundestag bringt - wenn die FDP nicht wieder an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert.

Die außerparlamentarischen Jahre habe die FDP konsequent genutzt, sagt Djir-Sarai. "Wir haben allen Versuchungen von außen widerstanden, anders zu werden. Ökologischer oder eurokritischer", sagt er. Stattdessen sei die, so wörtlich, "Dosis an Liberalismus" deutlich erhöht worden. Im Ergebnis präsentiere sich die Partei frischer - und "so frei wie noch nie". Im Wahlkampf werde kein potenzieller Koalitionspartner geschont und keine Leihstimmen-Kampagne propagiert. "FDP pur", sagt Djir-Sarai, der dazu eine Steuerpolitik zählt, die die Mittelschicht entlastet. Eine Bildungspolitik, die auf Fördern setzt und den Bildungsföderalismus der Länder überwindet. Eine Pro-Europa-Politik. Und eine Politik, die die Zukunftsaufgabe der Digitalisierung entschlossen angeht.

Mit der Nominierung durch den Bezirksverband geht die Aufforderung des Kreisvorstandes einher, sich im Wahlkreis Neuss/Dormagen/Rommerskirchen als Direktkandidat zur Verfügung zu stellen. Darüber entscheidet abschließend die Kreiswahlversammlung, die am 2. September auch die Kandidaten für die drei Landtagswahlbezirke im Kreisgebiet bestimmt. Die Reihenfolge der Landesliste, an deren Spitze der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner gesetzt ist, wird wiederum von der Landeswahlversammlung bestimmt, die Ende November in Neuss tagen wird.

Vorher aber fällt die Entscheidung über die Landtagswahl-Bezirke. Im Wahlkreis Grevenbroich, Dormagen, Rommerskirchen wird die FDP den Dormagener Fraktionsvorsitzenden Karlheinz Meyer vorschlagen, sagt Djir-Sarai, und im Wahlkreis Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch, Jüchen auf Simon Kell setzen, den Ortsverbandschef in Jüchen. Die Neusser FDP berate noch, sagt Djir-Sarai, aber die Kandidatur laufe auf Michael Fielenbach zu, den Parteivorsitzenden.

Quelle: NGZ
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