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Rhein-Kreis Neuss
Eine Entdeckungstour mit Bus und Bahn

Rhein-Kreis Neuss: Eine Entdeckungstour mit Bus und Bahn
Start und Ziel für eine schöne Herbst-Tour durch den Rhein-Kreis: die Straßenbahn-Haltestelle "Stadthalle" gleich neben dem Obertor in Neuss. FOTO: a. woitschützke
Rhein-Kreis Neuss. Im Rhein-Kreis sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten an das Nahverkehrs-Netz angeschlossen. Die werden auch am Wochenende angesteuert. Wir stellen eine Tages-Tour mit Gastrotipps durch Neuss, Dormagen und Grevenbroich vor. Von Christian Kandzorra

Die öffentlichen Verkehrsmittel im Rhein-Kreis Neuss bringen nicht nur täglich tausende Pendler zu ihren Arbeitsstellen, sondern auch Ausflügler zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten. "Die beziehen wir natürlich mit ein, wenn wir mit den Verkehrsunternehmen Fahrpläne erstellen oder ändern", sagt Fachbereichsleiter Martin Stiller, der bei der Verwaltung für die Kreisentwicklung zuständig ist. Manche Sehenswürdigkeiten - so zum Beispiel die Zonser Altstadt - sind besonders gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, andere - etwa das Schloss Dyck in Jüchen - könnten häufiger angesteuert werden. Doch eines steht fest: Wer an einem schönen Herbsttag seine Heimat ohne Auto entdecken möchte, der kommt unterm Strich gut und preiswert mit Bus und Bahn voran - sogar samstags.

Wer einen Tag lang mit dem "Öffentlichen" durch den Kreis bummeln möchte, startet am besten morgens an einem zentralen Punkt. Zum Beispiel in unmittelbarer Nähe zum Neusser Obertor, am Haltepunkt "Stadthalle/Museum". Dort fährt samstags alle paar Minuten die Straßenbahn 709 in Richtung Hauptbahnhof. Eine ideale Startzeit: morgens um 9.53 Uhr. Von dort aus fahren Busse relativ zügig zur Schloßstraße nach Zons, wo Besucher gerade am Wochenende gut durch die historische Zollfeste spazieren können. Unterwegs gibt es viel zu entdecken: Zum Beispiel den mächtigen Rheinturm aus dem Jahre 1388 oder eine historische Mühle mit hölzernem Mahlwerk.

Außerdem können Besucher dort gut einkehren: Viele Restaurants locken mit unterschiedlichen Spezialitäten. Wer noch mehr im Rhein-Kreis entdecken möchte, sollte sich aber nicht viel länger als eine Stunde in Zons aufhalten, denn kurz nach 12 Uhr geht die Reise wieder mit dem Rheinfluss in Richtung Neuss. Genauer gesagt: zum Sporthafen - oder an den Punkt, wo die Erft den Rhein begrüßt. Dort gibt es jede Menge zu entdecken: Kanuten, Segler - und auch große Frachtschiffe, die auf dem Rhein vorbeischippern. Eine besonders gute Aussicht hat man von der Terrasse des Restaurants "Panorama" (Grimlinghauser Brücke 54) direkt am Sporthafen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Grillgerichte. Fußläufig sind weitere Traditions-Gasthäuser wie etwa der "Reuterhof" zu erreichen.

Weiter geht's um 13.39 Uhr mit dem Niederflurbus 851 zum Hauptbahnhof - und dann mit der Regionalbahn 38 über die Schiene an Holzheim und Kapellen vorbei nach Grevenbroich. Gleich vor dem Bahnhof befinden sich einige Bushaltestellen, von denen auch samstags im Minutentakt verschiedene Busse ins Stadtzentrum fahren.

Wer an der Haltestelle "Rathaus" aussteigt, hat die Qual der Wahl: Möglich ist dort zum einen ein Abstecher in die Grevenbroicher Innenstadt, in der viele Geschäfte zum Einkaufen locken. Zum anderen schwärmen viele von einem Rundgang über die Stadtparkinsel, auf der sich auch das Museum "Villa Erckens" befindet. Wer die Erft überquert und die Versandhalle hinter sich lässt, kann zudem auf der Apfelwiese entspannen und heimische Fruchtsorten entdecken, ehe es am Nachmittag zurück zum Startpunkt nach Neuss geht. Ein Tagesticket (nötig ist die Preisstufe B) kostet im Verkehrsverbund 13,30 Euro.

Quelle: NGZ
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