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Rhein-Kreis Neuss
Europapolitiker besucht Camp in Jordanien

Rhein-Kreis Neuss. Karl-Heinz Florenz (CDU) bricht morgen mit einer Delegation nach Jordanien auf, wo er das Azraq-Flüchtlingscamp besuchen will. "Aus dem warmen Sessel heraus kann man keine vernünftigen Entscheidungen treffen", sagt der Europa-Abgeordnete für den linken Niederrhein.

"Die Lösung kann nicht sein, 30.000 Menschen an den Niederrhein zu holen", sagt Florenz, der es besser findet, den Menschen dort zu helfen, wo sie sind. So sollte versucht werden, die Nachbarstaaten Syriens wie Jordanien und die Türkei so gut wie möglich bei der Bewältigung des Ansturms zu unterstützen.

"Wenn wir schon helfen, ist unser Geld dort am besten investiert", sagt Florenz. Vor diesem Hintergrund nennt er es kontraproduktiv, wenn - wie bei der jüngsten Plenartagung des Europäischen Parlaments in Straßburg geschehen - ein griechischer Abgeordneter die Türken öffentlich als "Barbaren" beschimpft. Dass Parlamentspräsident Martin Schulz diesen Politiker hinauswarf, nennt Florenz absolut gerechtfertigt: "Rassismus darf im Europäischen Parlament nicht salonfähig werden."

Quelle: NGZ
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