| 22.15 Uhr

Netz innovativer Bürgerinnen und Bürger
„Auf globaler Ebene angekommen“

Von Simon Hopf

Kreative Köpfe braucht das Land. Darauf reagiert das "Netz innovativer Bürgerinnen und Bürger" (NiBB), das von Hans-Georg Torkel, Leiter des Berufsbildungszentrums am Hammfelddamm in Neuss im Jahre 2000 gegründet wurde.

Das Netzwerk zeichnete jetzt drei solcher Vordenker aus: den Physiker Winfried Sturm für sein "Lebenswerk Hardware AG", Reinhard Wiesemann, der aus einer Schülerfirma ein "sehr erfolgreiches Unternehmen" entwickelt hat, sowie Professor Dr. Franz-Josef Radermacher. Er erhielt den Innovationspreis in der Kategorie Wirtschaft und internationale soziale Innovation. Radermacher wurde für sein Engagement im Rahmen der "Global Marshal Plan Initiative" gewürdigt.

"Neben den neuen Preisträgern waren auch sechs ehemalige Preisträger vor Ort", blickt Torkel auf die erfolgreiche Veranstaltung in der Zeche Zollverein in Essen, an der rund 150 Personen teilnahmen. Der Neusser Peter Hesse, der selbst einmal vom NiBB ausgezeichnet wurde, zeigte sich über die Ehrung Radermachers in seiner Laudatio beeindruckt: Damit sei das Netz seiner Meinung nach "auf globaler Ebene" angekommen.

Ein weiterer Aspekt der Feier in Essen war die Gründung der so genannten KIT-Initiative. KIT steht als Kürzel für die Schlagworte Kreativität, Innovation und Technologie. Vereinbart wurde nun ein neues Projekt im "Unperfekthaus" in Essen. Schüler der Sekundarstufe II erhalten ein kleines Forschungslabor, in dem sie dem Phänomen "Obertongesang" nachspüren können.

"Naturwissenschaften lassen sich auf diese Weise motivierend vermitteln", erklärt Torkel, der sein NiBB als Bewegung oder auch Philosophie betrachtet. "Aktuell haben sich dort mehr als 6 000 interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden", bilanziert er. Mit den jährlichen Preisverleihungen sollen Projekte und Persönlichkeiten in den Mittelpunkt gestellt werden, die Vorbildfunktion für die Gesellschaft und Jugend haben.

Quelle: NGZ
 
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