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Rhein-Kreis Neuss
Initiativen für Wohnen und eine "Soziale Stadt"

Rhein-Kreis Neuss: Initiativen für Wohnen und eine "Soziale Stadt"
Diskutierten über Stadtentwicklung: Erik Lierenfeld und Dirk Brügge (v.l.). FOTO: Berns Lothar
Rhein-Kreis Neuss. Bis zu 15.000 neue Wohnungen in den kommenden 14 Jahren, das ist der Bedarf, mit dem der Rhein-Kreis bis 2030 rechnet. 20.000 Menschen mehr werden dann im Rhein-Kreis leben - weitere Zuwächse durch den Zuzug von Flüchtlingen noch nicht eingerechnet. Kreisdirektor Dirk Brügge präsentierte die Zahlen am Dienstag in München am Niederrhein-Stand in einem Talk zur Stadtentwicklung.

Das Ziel: Investoren für den Standort interessieren. Die, so Brügge, hätten im Kreis beste Chancen: "Dort bietet sich die Möglichkeit, in allen Preissegmenten des Wohnungsmarktes profitabel und mit einer langfristig gesicherten Perspektive zu investieren.

Wir möchten, dass alle Menschen bei uns eine für sie bezahlbare Wohnung finden." In einem nächsten Schritt soll eine Wohnraumbedarfsanalyse Hinweise geben, wo Wohnungen, in welcher Qualität und zu welchem Preis benötigt werden. Entsprechende Flächen sollen mit dem neuen Regionalplan, der derzeit in Arbeit ist, zur Verfügung stehen. Größere Siedlungsbereiche für 20.100 Wohnungen sind im Plan unter anderem in Neuss-West, Orken, Nievenheim oder Korschenbroich vorgesehen.

Dormagen versucht unterdessen mit Hilfe des Bundesprogramms "Soziale Stadt" einen "Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf" aufzuwerten. "Früher hätte man auch Brennpunkt gesagt", so Lierenfeld, der bei der Expo Real seine Pläne für Horrem präsentierte. Mit Investitionen in den Wohnungsbestand, in Infrastruktur und Stadtbild soll das Quartier an Lebensqualität gewinnen. Zentrale Bedeutung hat der "Lernort", Grundschule und Kita unter einem Dach, mit der Chance, auch ein Bürgerzentrum zu etablieren.

Mit Hilfe privater Investoren sollen auch die Einkaufssituation verbessert und Ladenlokale neu genutzt werden.

(ki-)
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