Ökologische Entwicklung in Gewerbegbieten
Neuss setzt auf nachhaltiges Bauen

Ökologische Entwicklung in Gewerbegbieten: Neuss setzt auf nachhaltiges Bauen
Über 200.000 Quadratmeter groß ist das Gebiet an der A 46 bei Neuss-Holzheim. Die Erschließung und Bebaubarkeit sollen kurzfristig ermöglicht werden. FOTO: Stadt Neuss
Neuss. Neben Hammfeld II, Wendersplatz und Hafen konzentriert sich Neuss bei der Expo Real auf das neue Gewerbegebiet in Holzheim. Von Frank Kirschstein

Nachhaltiges Bauen liegt im Trend, nicht nur im Wohnungsbau. Auch Unternehmen bauen verstärkt nicht nur orientiert an möglichst günstigen Grundstückspreisen und kostensparender Architektur. Nachhaltiges, ökologisches Bauen ist nicht nur gut fürs Image, es kann auch Kosten sparen. Die Stadt Neuss bietet auf der Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real in München einen Standort an, der das ermöglichen soll. An der Kreitzer Straße in Holzheim, in unmittelbarer Nähe zur A 46 und zum Bahnhof Holzheim, 20 Autominuten vom Flughafen Düsseldorf International entfernt, liegt die Fläche für das künftige Gewerbegebiet.

Frank Wolters, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung der Stadt Neuss, wirbt für das Grundstück aber nicht nur mit der guten Verkehrsanbindung. Das neu entstehende Gewerbegebiet soll auch den Kriterien eines hochwertigen Gewerbeumfeld für Betriebe der verschiedensten Branchen entsprechen. Eine darauf ausgerichtete Gestaltung und ökologische Gesichtspunkte bei der Entwicklung des Gebietes möchte die Stadt fördern. Individuelle Grundstücksgrößen des insgesamt über 200.000 Quadratmeter großen Gebietes decken, so die Wirtschaftsförderung, die gesamte Bandbreite für Unternehmen und Gewerbetreibende ab, die an einem erfolgreichen Standort arbeiten möchten. Die Stadt erstellt derzeit den Bebauungsplan. Erschließung und Bebaubarkeit sollen zeitnah ermöglicht werden.

FOTO: Woitschützke Andreas

"Der Wirtschaftsstandort Neuss expandiert und reagiert mit der Gewerbegebietserweiterung in Holzheim flexibel auf die hohe Grundstücksnachfrage von Unternehmen für den Standort Neuss", erklärt Wolters. Den Aspekt des nachhaltigen Bauens will die Stadt über das neue Gewerbegebiet in Holzheim hinaus auch anderen Stellen fördern. "Ohne große Restriktionen. Wir wollen überzeugen", sagt der Wirtschaftsförderer.

Die Stadt werde den Aspekt der ökologischen Entwicklung in Gewerbegebieten zukünftig noch stärker in den Fokus der Gewerbegebietsentwicklung rücken. So sollen in neuen wie auch in bestehenden Gewerbegebieten die Erfordernisse des Klimaschutzes noch stärker als bisher beachtet werden. Unternehmen könnten durch entsprechende Maßnahmen energie- und kosteneffizienter arbeiten als bisher und zugleich weitere positive Synergieeffekte - zum Beispiel ein verbessertes Image des Unternehmens und Gewerbegebietes - für sich nutzen.

Um solche Konzepte voranzutreiben, hat die Stadt zum Thema Nachhaltigkeit einen Leitfaden als Erstinformation für Investoren und Unternehmen entwickelt. Bei der Expo Real in München soll der Leitfaden, der zunächst digital erscheinen wird, vorgestellt werden. "Dabei geht es nicht nur um den Neubau von Gewerbeobjekten, sondern auch um Themen wie die energetische Gebäudesanierung, Einkaufs- und Logistik-Gemeinschaften von benachbarten Unternehmen oder die gemeinsame Nutzung von Energiequellen", sagt Wolters. Entwickelt wurde der Leitfaden gemeinsam mit Experten der Zero Emission GmbH in Wuppertal.

Ebenfalls im Gepäck der Stadt Neuss für den Messeauftritt in München: der Wendersplatz am Schnittpunkt zwischen City, Hafen und Hammfeld, aber auch das Hammfeld II selbst. "Wir wollen für die Entwicklungsflächen westlich des Möbelhauses Höffner ganz offen Meinungen und Ideen von Investoren abfragen. Vielleicht ergeben sich so noch ganz andere Entwicklungsmöglichkeiten als bislang diskutiert", erklärt der Leiter der Wirtschaftsförderung. Auch die Innenstadt-Seite des Hafenbeckens I wird Neuss noch einmal bei der Expo Real vorstellen, mit der Umnutzung der historischen Speicher der früheren Neusser Lagerhaus AG und den Plänen für eine Bebauung des Werhahn-Geländes. Unterstützen möchte die Stadt auch die Entwickler des Pierburg-Alt-Standortes an der Stadtgrenze zu Düsseldorf. "Uns geht es um den gewerblichen Anteil der Planung, also das Hotelvorhaben und Angebote für kleinere Gewerbetreibende", sagt Wolters.

Abgerundet werde der Neusser Messeauftritt, so der Amtsleiter der städtischen Wirtschaftsförderung, durch die Präsentationen der Stadtwerke, die ihre Dienstleistungen rund ums Thema Energieversorgung vorstellen sollen, und des Neusser Bauvereins, der mit seinen Projekten in Weckhoven und am Alexianerplatz Beispiele für das Neusser Bemühen um eine Intensivierung des Wohnungsbaus geben könne.

 

Quelle: RP
 
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