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Rhein-Kreis Neuss
Ganz starke Marke: Das Gänseei vom Niederrhein

Rhein-Kreis Neuss: Ganz starke Marke: Das Gänseei vom Niederrhein
Gregor Caspars ließ Kinder der Michael-Ende-Schule Gänseeier verarbeiten. FOTO: NGZ
Rhein-Kreis Neuss. Wer glaubt, Gänseei ist gleich Gänseei, der kennt das Niederrheinische Gänseei nicht. Das ist seit kurzem eine geschützte Marke und damit ein Qualitätsversprechen an die Verbraucher. Und weil die Marke vom Patentamt anerkannt wird, ist das Gänseei vom Niederrhein auch vor "Fälschungen" geschützt.

Die kommen nicht aus Fernost, sondern drängen aus Westfalen und Niedersachsen auf einen Markt, für den sie nicht produziert wurden. Denn anders als das regionale Gänseei, das für den menschlichen Verzehr gedacht ist, seien viele Konkurrenzeier nach Darstellung von Gänsehalter Peter Eßer aus Rommerskirchen zu Brutzwecken produziert worden. Entsprechend anders wurden die Tiere gefüttert.

Angestoßen hat das Thema Marke die Schutzgemeinschaft Niederrheinisches Gänseei, die ihren Erfolg am Mittwoch in der Michael-Ende-Schule in Neuss vorstellte. Dieser Schutzgemeinschaft um den Vorsitzenden Gregor Caspars aus Goch steht als Projektpartner die "agrobusiness" Region Niederrhein zur Seite, ein Verband von inzwischen 79 Partnern aus der Lebensmittelproduktion. Die eint nach Darstellung von Geschäftsführerin Martina Reuber ein Ziel: "Die Absatzchancen der Unternehmen vom Niederrhein zu fördern." Dazu wurde schon im Vorjahr (noch) eine Marke entwickelt: "Natürlich Niederrhein". Zum Marktauftritt des nunmehr geschützten Gänseeis hat "agrobusiness" in der "Natürlich Niederrhein"-Reihe ein eigenes Plakatmotiv entwickelt. Das zeigt den "Gänse-Peter" aus Rommerskirchen und den Spitzenkoch Klaus Wemmer aus Kalkar. Klare Botschaft: Das Gänseei – ist eine Spezialität.

Von 150 Bauernhöfen mit mehr als 100 Lege-Gänsen in den Kreisen Neuss, Kleve, Viersen, Wesel und Heinsberg vertritt die neue Schutzgemeinschaft aktuell die sechs größten Betriebe, sagt Caspars. Aber die anderen werden folgen, ist er sicher – weil der Kunde garantierte Qualität will. Dafür bürgt die Schutzgemeinschaft, die erstmals – nach dem Vorbild der Hühnerverordnung – mit einem Stempel auf dem Ei den Herkunftsbetrieb und die artgerechte Haltung kenntlich macht. Und die in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Soest erstmals wissenschaftlich die Mindesthaltbarkeitsdauer von Gänseeiern ermitteln ließ. Ergebnis: 21 Tage. Dann, so Caspars, sei Qualitätsabfall feststellbar. Also schreiben die Gänseeibetriebe drei Wochen auf die Kartons, die erst entwickelt werden. Noch wird das Gänseei vom Niederrhein auf dem Markt, in Bio- und Bauernläden einzeln verkauft. Ziel ist der Lebensmittelhandel.

Quelle: NGZ
 
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