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Rhein-Kreis Neuss
Gottes Schwerstarbeiter

Rhein-Kreis Neuss: Gottes Schwerstarbeiter
Feiert mit Freude das Osterfest: Kreisdechant Guido Assmann.Freuen sich auf Ostern: Nadine und Sebastian Appelfeller aus Gnadental. FOTO: Woitschützke Andreas
Rhein-Kreis Neuss. Sie verkünden Gottes Wort, und Ostern ist für sie eine Hoch-Zeit. Monsignore Guido Assmann und das Pfarrer-Ehepaar Nadine und Sebastian Appelfeller haben über die Feiertage einen engen Terminkalender, aber es bleibt auch Zeit für Einkehr und weltliches Feiern. Von Ludger Baten

Ostern ist das höchste Fest der Christen. Sie Gedenken des Leidens und Sterbens Jesu und feiern seine Auferstehung. Zwar zieht es nur Weihnachten so viele Menschen in die Kirchen wie ansonsten an keinem anderen Tag, doch es kommen auch Ostern deutlich mehr Gläubige in die Gottesdienste und Messen im Vergleich zu normalen Wochenenden. "Ich meine, dass in den vergangenen Jahren der Kirchenbesuch an den Ostertagen stärker wird", sagt Sebastian Appelfeller (36). Mag diese Beobachtung auch vage sein, in einem ist er mit seiner Frau Nadine (37), mit der er sich eine Pfarrstelle in der evangelischen Gemeinde Neuss-Süd teilt, einig: "Wir freuen uns sehr auf Ostern."

Freuen sich auf Ostern: Nadine und Sebastian Appelfeller aus Gnadental. FOTO: Woi

Das sieht ihr katholischer Mitbruder Monsignore Guido Assmann ebenso. "Ja", sagt der Oberpfarrer an St. Quirin, der in Personalunion auch Kreisdechant ist, "wenn wir zur Osterfeier einladen, dann überzeugen wir am besten, wenn wir selbst in Feierstimmung sind." Das gelte für die festlichen Liturgien in der Kirche, die es zum Teil nur einmal im Jahr gibt. Diese Feierlaune erstrecke sich bei ihm aber auch auf das weltliche Feiern mit einem guten Glas Wein und einem leckeren Essen. Für Assmann gehört zudem ein Besuch bei der 79 Jahre alten Mutter dazu: "Ostern ist eben etwas ganz besonderes".

Die Karwoche, vielfach auch heilige Woche genannt, die am Palmsonntag beginnt, diktiert den Geistlichen der evangelischen und der katholischen Kirche viele Pflichttermine: Heute bereits die Abendmahl-Gottesdienste am Gründonnerstag, morgen Karfreitag-Gottesdienste und -liturgien, dann die Feier der Osternacht von Samstag auf Sonntag, dazu Gespräche und Abstimmungen, Vorbereitungen und Beichtehören, Gottesdienste, Hochämter, Messen - und immer wieder Predigten - bis zum Mittag des Ostermontags.

Trotz ihrer Verpflichtungen, empfinden die Priester die Ostertage nicht als Pflicht, sondern als angenehm. "Wir können das leben, für das wir einmal Theologie studiert haben", sagt Sebastian Appelfeller. Die Ferien- und Feiertage seien weitgehend frei von Verwaltungsaufgaben und Sitzungen. Er genieße die Zeit, die er in der Kirche mit den Gläubigen verbringen könne. Ihm gebe das Gespräch und die Spiritualität der Fasten- und Osterzeit viel. So habe er die ökumenischen Passionsandachten, die er gemeinsam mit Pfarrer Willi Klinkhammer in Erfttal gehalten habe, als überaus bereichernd für sich empfunden.

Auch Oberpfarrer Assmann liebt die Vorbereitung auf Ostern und das eigentliche Fest: "Die Liturgie gibt den Rhythmus vor." Texte und Musik, Blumen und Farben, dazu Gerüche und Gemeinschaftsgefühl - wer sich darauf einlasse, der erfahre Ostern mit allen Sinnen. Er verwende viel Zeit, um seine "vier bis fünf Predigten für die Ostertage" vorzubereiten. Es sei sein Ziel, die Menschen, die in die Kirche kommen, mit seinen Worten auch zu erreichen. Um aber eine gute Predigt zu verfassen, müsse er in der richtigen Stimmung sein. So nutze er meist die Abendstunden, wenn der geschäftige Alltag ausklinge, um bei Musik und Kerzenschein seine Gedanken niederzuschreiben.

Beruf aus Berufung. Für die Priester ist Ostern das Hoch-Fest. Pfarrerin Nadine Appelfeller formuliert das so: "Das ist unser Kerngeschäft.!

Quelle: NGZ
 
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