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Rhein-Kreis Neuss
Grüne: Trio will in den Landtag

Rhein-Kreis Neuss: Grüne: Trio will in den Landtag
Uwe Welsink, Oliver Keymis und Hans-Christian Markert (v.l.) treten für die Grünen im Rhein-Kreis als Direktkandidaten 2017 zur Landtagswahl an. FOTO: woi
Rhein-Kreis Neuss. Mitglieder setzen auf Oliver Keymis, Uwe Welsink und Hans-Christian Markert. Von Christoph Kleinau

Nicht nur die Ortsverbände in seinem Wahlkreis fühlen sich durch Oliver Keymis (55) gut vertreten, offenbar genießt der stellvertretende Landtagspräsident bei allen Grünen im Kreis hohes Ansehen. Denn die Mitgliederversammlung stattete ihn bei der Aufstellungsversammlung für die drei Landtags-Wahlkreise im Rhein-Kreis am Mittwoch mit dem besten Votum aller drei Kandidaten aus. Von 40 gültigen Stimmen erhielt der Meerbuscher 35 Ja-Stimmen und damit mehr als Hans-Christian Markert (31 Ja-Stimmen) aus Kaarst oder Uwe Welsink. Der 57-jährige Neusser, der erst am Montag von seinem Ortsverband vorgeschlagen worden war, erreichte aber auch mit 28 Ja-Stimmen das nötige Quorum leicht. Alle drei waren ohne Gegenkandidaten geblieben.

Christian Gaumitz und Nilab Fayaz hatten in die Grünen-Geschäftsstelle an der Schulstraße in Neuss eingeladen, wo die Kreismitgliederversammlung ganz ungewohnt begann - mit einer Jubilarehrung. Das gab es noch nie, sodass gleich 35 Mitglieder eingeladen worden waren, sich für mindestens 25 Jahre Mitgliedschaft danken zu lassen. Heike Sikora war dabei mit 36 Mitgliedsjahren die dienstälteste im Kreis, dicht gefolgt von Monika Jordan, der langjährigen Kreissprecherin, oder Erhard Demmer, dem Kopf der Kreistagsfraktion.

Keymis, den die Grünen im Land schon auf Platz acht ihrer Reserveliste abgesichert haben, vertritt den Wahlkreis Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen seit Juni 2000 im Landtag. "Das verbindende Element dieses Wahlkreises ist der Fluglärm", sagte er - und stellte damit einen Schwerpunkt seiner politischen Bemühungen auch in der Zukunft heraus.

Hans-Christian Markert, der 2012 noch in Neuss kandidiert hatte, sieht sich in seinem "Industriewahlkreis" (Dormagen, Grevenbroich, Rommerskirchen) nun besser aufgehoben. Ob Energiewende, Chemie-Arbeitsplätze oder Erft-Renaturierung: "Dieser Wahlkreis ist geeignet, grüne Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten", sagte er.

Uwe Welsink, in der Grünen-Ratsfraktion vor allem als Sportexperte anerkannt, will sich im Falle einer Wahl um urbane Themen kümmern. "Mir ist wichtig, unsere Städte wieder zu lebenswerten Sozialräumen zu gestalten" , sagt er mit Blick auf Mieten, Feinstaubbelastung oder neue Verkehrskonzepte.

Quelle: NGZ
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