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Rhein-Kreis Neuss
"Hackathon" am Nürburgring für neue Lebensretter-App

Rhein-Kreis Neuss. Das Grevenbroicher Start-up Unternehmen Corevas GmbH & Co. KG arbeitet am nächsten Schritt in der Entwicklung einer lebensrettenden App. Am 16. Februar treffen sich am Nürburgring mehr als 100 Unternehmer, Designer und Programmierer, um "Emergency Eye" zu entwickeln.

Weniger als zehn Prozent der Menschen, die in einen reanimationsbedürftigen körperlichen Zustand geraten, überleben. Das entspricht ungefähr 250 Todesfällen pro Tag in Deutschland aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstandes. Das ist eine Zahl, die den 18-jährigen Viktor Huhle aus Grevenbroich auf die Idee brachte, die technischen Geräte zu nutzen, die fast jeder sowieso ständig in der Hand hat: Smartphones. Denn in 60 Prozent der Fälle wird ein Notruf auch über das Handy getätigt.

Mithilfe des Handys und der damit möglichen Ortung, Bild-und Videoübertragung soll die Notfallkommunikation digitalisiert und damit verbessert werden. Schwerpunktmäßig soll die Reanimation durch Laien unterstützt werden, die per Videoübertragung von den Notfall-Leitstellen angeleitet werden können. Erwartet wird dadurch eine erhöhte Bereitschaft von Unfallhelfern, eine Reanimation durchzuführen und damit Leben zu retten. Dabei soll zum Beispiel auch eine Pulsmessung mit der Handykamera möglich sein.

Die Europäische Union unterstützt durch die EIT Health Initiative die Entwicklung der App. Mit Hilfe des "Hackathons" am 16. Februar möchte das Konsortium um die Corevas GmbH & Co. KG auch weitere Partner aus der Politik, Industrie und dem Hochschulbereich gewinnen. Auf der Agenda der Veranstaltung stehen neben zahlreichen Vorträgen und Ideenpräsentationen, auch das Training und gemeinsame Zusammenarbeit. Noch bis zum 10. Februar können sich Interessierte unter www.hackathonamring.jimdo.com bewerben.

(jms)
 
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