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Rhein-Kreis Neuss
Heerdter "Dominikus" bangt um Existenz

Rhein-Kreis Neuss: Heerdter "Dominikus" bangt um Existenz
Auch Neusser Patienten gehen ins Heerdter "Dominikus" . FOTO: Willer
Rhein-Kreis Neuss. Schließt Düsseldorfs einziges linksrheinisches Krankenhaus? Kliniken im Kreis würden profitieren. Von Ludger Baten

Mitten in die noch junge Strukturdebatte zur Krankenhaus-Landschaft im Rhein-Kreis platzt die Meldung, eine drohende Insolvenz treibe das Heerdter Dominikus-Krankenhaus in den Existenzkampf. Selbst Krankenhaus-Manager, die nicht zur Schadenfreude neigen, werden das als gute Nachricht werten - wenn sie im Rhein-Kreis Verantwortung tragen. Reduziert sich das Angebot in der Nachbarschaft, steigt automatisch das Nachfragepotenzial an den eigenen Dienstleistungen. Viele Patienten weichen in das nahe "Dominikus"-Krankenhaus aus.

Das "Dominikus", einziges linksrheinisches Krankenhaus in Düsseldorf, gehört mit 260 Betten zu den kleineren Häusern und rückt immer schnell in den Blick, wenn über Schließungen und Betten-Abbau nachgedacht wird. So zuletzt 2003. Von den aktuell mehr als 5000 Düsseldorfer Betten werden vermutlich 1000 als überzählig angesehen. Eine Schließung des "Dominikus" würde etwas den Druck von den anderen Krankenhäusern der Landeshauptstadt nehmen. Experten sehen allerdings keine Auswirkungen auf die Bettenzahl im Rhein-Kreis, der gemeinsam mit Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen ein Versorgungsgebiet ohne die Landeshauptstadt bildet. Zudem gehen Beobachter davon aus, dass die insgesamt rund 1600 Krankenhaus-Betten kreisweit für die Versorgung der 460.000 Einwohner erforderlich sind und keine signifikante Reduzierung zu erwarten sei. "Die erforderlichen Anpassungen sind im Rhein-Kreis längst erfolgt", heißt es.

Quelle: NGZ
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