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Rhein-Kreis Neuss
Heimatpreis für Reuschenberger Verein

Rhein-Kreis Neuss: Heimatpreis für Reuschenberger Verein
Präsident Franz-Josef Rademacher (r.) übergab den Kreisheimatpreis an die Vorsitzende des "Heimatvereins Gartenvorstadt Reuschenberg", Marlene Conrads. Zu den ersten Gratulanten zählte der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer. FOTO: G. Salzburg
Rhein-Kreis Neuss. Der "Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg" wurde jetzt für sein Engagement vom Kreisheimatbund ausgezeichnet. Die Aktiven um Marlene Conrads (65) organisieren Mundartabende, Vorträge und Führungen. Von Rudolf Barnholt

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Kreisheimatbundes Neuss in Grevenbroich-Elsen stand die Verleihung des Heimatpreises an den "Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg", der von der Vorsitzenden Marlene Conrads und ihrem Stellvertreter Jörg Geerlings entgegengenommen wurde.

Vor der Preisverleihung wurde den Mitgliedern das "Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2017" vorgestellt. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke macht auf das "herausragende Thema" aufmerksam, den 200. Jahrestag der Gründung der Kreise im Rheinland und in Westfalen. "Wir sind nach dem Wiener Kongress 1815 per Zufall zu Preußen gekommen, wären um ein Haar Sachsen geworden", sagte der Landrat. Der stellvertretende Grevenbroicher Bürgermeister Edmund Feuster "fütterte" die Mitglieder des Kreisheimatbundes mit einigen wenigen Geschichtszahlen und Fakten: "Elsen ist sehr viel älter als Grevenbroich selbst und war früher auch sehr viel bedeutsamer." Der Ort wurde im Jahre 1190 erstmals urkundlich erwähnt, Grevenbroich erst 1310.

Nicht besonders alt ist der "Heimatverein Gartenvorstadt Reuschenberg", er wurde im Jahr 2000 gegründet. Und Reuschenberg ist kein langsam gewachsener Ortsteil, sondern eine Siedlung, mit deren Bau im Jahre 1932 begonnen worden war - umso erstaunlicher das Geschichts- und Heimatbewusstsein, für das der jetzt ausgezeichnete Verein steht.

Franz-Josef Radmacher, der Präsident des Kreisheimatbundes, verlieh die Auszeichnung, der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer hielt die Laudatio. Er ging auf die Historie ein, erwähnte, dass ab 1932 um den Schlagbaum an der Bergheimer Straße herum, an dem bis 1926 Wegegeld erhoben worden war, die ersten von rund 350 Siedlungshäuser errichtet worden waren. Die großen Grundstücke dienten der teilweisen Selbstversorgung. "Dass der Wohnort auch zur Heimat wird, dafür sorgen die Vorsitzende des Heimatvereins, Marlene Conrads, ihr Stellvertreter Jörg Geerlings und die vielen anderen Aktiven aus dem Verein", erklärte der Bürgermeister.

Er nannte exemplarisch für die vielen Aktivitäten Mundartabende, Führungen durch das Baummuseum und durch den Stadtteil, aber auch Ausflüge, Vorträge zur vergleichsweise jungen Ortsgeschichte, Weihnachtsfeiern und die Herausgabe des "Reuschenberger Kalenders". Breuer findet es gut, dass sich der Heimatverein künftig noch stärker um die Erhaltung und Pflege des Baummuseums kümmern möchte. In ihrer Dankesrede erklärte Marlene Conrads: "Die Verleihung des Heimatpreises erfüllt mich mit großer Freude und ein klein wenig Stolz." Der Verein habe einiges auf den Weg gebracht, "aber es warten noch viele Aufgaben auf uns", sagte die 65-Jährige.

Reinhold Mohr, stellvertretender Präsident des Kreisheimatbundes, ließ die Aktivitäten der vergangenen zwölf Monate Revue passieren. "Zwei Einzelmitglieder, der Bürgerschützenverein Dormagen, das Artilleriecorps Allrath sowie der Heimatverein Hackenbroich sind neu in den Kreisheimatbund aufgenommen worden", erklärte Mohr.

Quelle: NGZ
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