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Rhein-Kreis Neuss
IHK: Glasfaser für Gewerbegebiete

Rhein-Kreis Neuss: IHK: Glasfaser für Gewerbegebiete
Das Präsidium der IHK Mittlerer Niederrhein traf sich zum Gedankenaustausch mit den Landtagsabgeordneten von SPD und Bündnis 90/Die Grünen. FOTO: IHK
Rhein-Kreis Neuss. Beim Treffen mit Landtagsabgeordneten von SPD und Bündnis 90/Die Grünen macht sich das IHK-Präsidium für schnelles Internet in Gewerbegebieten stark.

Die Botschaft an NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) ist klar: Beim Breitbandausbau hinkt das Land deutlich hinterher und hat dringenden Nachbesserungsbedarf - daran ändert auch die Breitbandförderung der Landesregierung nur wenig. Vor allem mit Blick auf Gewerbegebiete sieht das Präsidium der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein Handlungsbedarf. Das gab die IHK den Landtagsabgeordneten von SPD und Bündnis 90/Die Grünen jetzt bei einem Treffen mit auf den Weg. "Eine leistungsfähige Internetanbindung ist heute mehr denn je zum harten Standortfaktor für Unternehmen geworden", betonte IHK-Vizepräsident Elmar te Neues. "Die Zielmarke von 50 Mbit/s ist aus Sicht der Wirtschaft zu gering, denn die Datenvolumina werden weiter steigen."

Bei der Vorstellung des Förderprogramms im vergangenen Oktober hatte Garrelt Duin angekündigt, insbesondere auch Gewerbegebiete an das schnelle Internet anzuschließen. "Wir wollen die Gewerbegebiete mit mindestens 50 Mbit/s im Down- und Upload auf die Datenautobahn bringen", sagte der Minister. Das jedoch ist kein Schritt mit Siebenmeilenstiefeln, sondern allenfalls ein Schritt mit Schuhgröße 42 in die richtige Richtung. Das IHK-Präsidium appellierte daher an die Abgeordneten, sich beim Breitbandausbau in den Gewerbegebieten für Glasfasertechnologie einzusetzen. Glasfaser ermöglicht deutlich höhere Übertragungsraten als Lösungen via Kupferkabel - schon in Basis-Versionen liegen sie bei 100 Mbit/s beim Up- und Download. MdL Hans-Willi Körfges (SPD) stimmte zu, dass Glasfaser die beste Technologie sei, "aber es muss auch schnell gehen". Im Einzelfall könnten Kupferkabel eine Übergangslösung sein. Christian Markert (Grüne): "Künftig sollte für neue Gewerbegebiete gelten: Ohne Glasfaseranschluss keine Genehmigung."

Beim Treffen zwischen IHK-Präsidium und Landtagsabgeordneten wurde zudem über Gewerbeflächen, strukturelle Herausforderungen, die Finanzmisere der NRW-Kommunen sowie Ausbildungsfragen gesprochen.

(abu)
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