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Rhein-Kreis Neuss
Kreis lehnt Kontaktbüro für Pflege ab

Rhein-Kreis Neuss. Werner Schell von Pro Pflege kritisiert: Landesmittel gehen am Rhein-Kreis vorbei.

Werner Schell aus Erfttal versteht - einmal mehr - die Welt nicht. Da stellt die Landesregierung Fördermittel für Selbsthilfe-Organisationen aus der Pflegearbeit bereit, doch kommt kein Euro im Kreisgebiet an; kann kein Geld im Rhein-Kreis ankommen. Der Grund: Kreisweit existiert kein Kontaktbüro der Pflegeselbsthilfe, das aber sei Voraussetzung für die Beantragung von Landesmitteln. Der Rhein-Kreis weigere sich eine entsprechende Anlaufstelle einzurichten, sagt Schell, Vorstand des Vereins Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk mit Sitz in Neuss-Erfttal. "Bedauerlicherweise gehen durch den zögerlichen Umgang mit den Fördergrundsätzen finanzielle Unterstützungsleistungen verloren."

Zuletzt nutzte Werner Schell die alljährliche Vollversammlung der Selbsthilfegruppen (Gesundheit), um seine Forderung, die Pflege-Selbsthilfeförderung auf Grundlage des Landesförderplans NRW konsequent umzusetzen, noch einmal öffentlich vorzutragen. Dabei stellte er sein Konzept für ein Kontaktbüro der Pflegeselbsthilfe vor.

Gastgeber der Zusammenkunft im Kreishaus Grevenbroich war der Rhein-Kreis Neuss. Die Schirmherrschaft hatte Gesundheitsminister Hermann Gröhe übernommen, der den hohen Wert und die Wirksamkeit der Selbsthilfegruppen betonte, die dafür Sorge tragen, dass vielen von chronischen oder seltenen Krankheiten betroffenen Menschen und deren Angehörigen Unterstützung zuteil werde. So sei die Bedeutung der Selbsthilfe 2016 auf Bundesebene auch durch verbesserte Zuwendungsmöglichkeiten gewürdigt worden. Die Veranstaltung der Selbsthilfegruppen leitete Gesundheitsdezernent Karsten Mankowsky. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke sprach ein Grußwort.

(lue-)
 
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