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Rhein-Kreis Neuss
Medienscouts informieren über Gefahr im Internet

Rhein-Kreis Neuss: Medienscouts informieren über Gefahr im Internet
Anna Terhardt, Lena Vocke, Lehrerin Nina Kern, Johanna Schurig und Mareike Berkner (v.li.) vom Pascal-Gymnasium sind nun Medienscouts FOTO: . NGZ-Foto Lothar Berns
Rhein-Kreis Neuss. Neun Schulen aus den Städten Neuss, Grevenbroich, Dormagen und Meerbusch beteiligen sich an dem Projekt. Von Carsten Sommerfeld

Internet, Computerspiele und soziale Netzwerke machen viel Spaß, bergen aber auch Gefahren. 40 Schüler und 20 Lehrer aus Schulen im Rhein-Kreis und aus einer Mönchengladbacher Schule kennen sich jetzt mit Internet-Sicherheit und "Social Communities" aus - sie sind nun "Medienscouts". Landrat Hans-Jürgen Petrauschke überreichte ihnen jetzt ihre Zertifikate. Nun sollen sie ihr Wissen weitergeben. Medienkompetenz werde in Zeiten von Cyber-Mobbing, illegalen Downloads und Gewaltvideos immer wichtiger, betonte Hans-Jürgend Petrauschke.

Das Pascal-Gymnasium in Grevenbroich gehört zu den Schulen im Kreis, die an dem Projekt der Landesanstalt für Medien NRW teilnehmen. "Wir beobachten, dass bereits fast alle Fünft- und Sechstklässler über ein Smartphone verfügen", erläutert Lehrerin Nina Kern - sie ist ebenfalls Medienscout. "Der Umgang damit ist aber mit Gefahren verbunden", sagt sie, etwa wenn Kinder Fotos von Mitschülern ohne Einwilligung im Netz weiterleiten oder wenn sie auf Internetseiten stoßen, die für ihr Alter nicht geeignet sind. "Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vor andere treten und sagen ,Das dürft Ihr nicht', sondern wir wollen Bewusstsein schaffen und sagen, worauf sie achten sollen", erklärt Mareike Berkner (15) aus der zehnten Klasse. Sie gehört mit Anna Terhardt, Lena Vocke, Johanna Schurig aus der achten Klasse sowie einem Mitschüler zu den Medienscouts am Pascal. Sie bereiten ein Projekt für fünfte Klassen vor. "Wir möchten spielerisch informieren, vielleicht in Form eines Parcours oder einer Schnitzeljagd", sagt Lena Vocke. Wie sollte ein Passwort aussehen, welche Daten sollte man in sozialen Netzwerken von sich preisgeben (möglichst wenige), und was ist bei Computerspielen zu beachten? Das sind einige der anstehenden Fragen. Schüler können sich auch per E-Mail an die Medienscouts wenden. Die sind bereits ein eingespieltes Team und sollen auch weitere Schüler für die Aufgabe qualifizieren.

Zuerst mussten sie aber selbst lernen. In fünf Workshops wurden die 60 Medienscouts vom Kreismedienzentrum zusammen mit der Landesanstalt geschult. Außer dem Pascal-Gymnasium beteiligten sich im Kreis aus Neuss das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium und das Gymnasium Norf, die Realschule Holzheim, die Janusz-Korczak-Gesamtschule und die Gesamtschule an der Erft, in Meerbusch das Mataré- und das Meerbusch-Gymnasium sowie das Norbert-Gymnasium Knechtsteden in Dormagen.

Quelle: NGZ
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