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Rhein-Kreis Neuss
Mehr Geld für Beschäftigte in Bäckereien

Rhein-Kreis Neuss. Für die rund 1000 Beschäftigten in Bäckereien im Rhein-Kreis Neuss gibt es mehr Geld. Der Grund ist ein neuer Tarifvertrag. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Krefeld-Neuss mitteilt, erhalten Gesellen rückwirkend zum Juli 2,3 Prozent mehr Geld - das seien 47 Euro. Im Mai 2018 soll sich ihr Verdienst um weitere 2,2 Prozent erhöhen. Gewerkschafterin Manja Wiesner spricht von einem "ordentlichen Tarifabschluss". "Im Rhein-Kreis Neuss profitieren gerade Beschäftigte mit niedrigen Einkommen. Besonders Frauen, die vorrangig im Verkauf arbeiten, haben jetzt deutlich mehr in der Tasche", teilt Wiesner mit.

Außerdem sehe der Tarifvertrag ein Lohn-Plus für ungelernte Kräfte vor. Sie sollen ab sofort 40 Euro mehr pro Monat und ebenfalls zusätzliche 2,2 Prozent ab Mai erhalten. Auch für Stundenkräfte soll es mehr Geld geben: Statt wie bisher den gesetzlichen Mindestlohn sollen sie jetzt laut NGG 9,04 Euro (ab Mai: 9,24 Euro) pro Stunde erhalten. "Wer einen Minijob zu 450 Euro im Monat hat, der muss nun eineinhalb Stunden weniger arbeiten", erklärt die NGG-Geschäftsführerin. Die NGG rät allen Beschäftigten im Bäckerhandwerk, ihre Lohnabrechnung zu prüfen.

Wiesner: "Mit dem Juli-Lohn muss die Erhöhung auf dem Konto sein. Wer hier leer ausgeht, sollte seine Gewerkschaft anrufen." Die NGG vertritt die Interessen von Arbeitnehmern in Branchen wie dem Gastgewerbe, der Backwaren-, der Getränke- und Süßwarenindustrie, dem Bäckerhandwerk, dem Fleischerhandwerk, der Tabak-, der Zucker- und der Fleischindustrie.

Quelle: NGZ
 
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