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Rhein-Kreis weltweit gefragt

Rhein-Kreis Neuss. Ausländische Unternehmen haben 2015 mehr als im Vorjahr in den Standort Rhein-Kreis Neuss investiert. Insgesamt 15 sogenannte Foreign Direct Investments zog es an Rhein und Erft.

Der Rhein-Kreis Neuss steht bei ausländischen Unternehmen als Investitionsstandort hoch im Kurs. Das haben die Wirtschaftsförderung des Rhein-Kreises Neuss und die Landeswirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest beim Abgleich der Ergebnisse für das Jahr 2015 festgestellt und diese jetzt mitgeteilt. "Der Kreis überzeugt ausländische Unternehmen mit seinen ausgezeichneten Standortfaktoren. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die optimale Verkehrsanbindung und Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und die Internationale Schule in Neuss", erklärt NRW.Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner, die den Kreis als "wichtiges internationales Zentrum in Nordrhein-Westfalen" bezeichnet.

Erst kürzlich hatte das Standort-Ranking des Forschungsinstituts Prognos die positive Entwicklung des Rhein-Kreises aufgezeigt. Bundesweit landet er im Zukunftsatlas auf Rang 97 unter allen 402 Kreisen und kreisfreien Städten. 2013 waren es noch 21 Plätze schlechter. Zudem werden dem Rhein-Kreis im Prognos-Ranking gute Zukunftschancen attestiert. Diese Einschätzung wird von den Ergebnissen, die von der Kreis-Wirtschaftsförderung und NRW.Invest ermittelt wurden, unterstrichen.

Insgesamt 15 sogenannte Foreign Direct Investments (FDIs) zog es im Vorjahr an Rhein und Erft. Die Projekte ausländischer Unternehmen betrafen elf Ansiedlungen und vier Erweiterungen. Zehn Investitionen gab es in Neuss sowie jeweils zwei in Dormagen und Kaarst. Ein Vorhaben wurde in Meerbusch umgesetzt. Die Investitionen kamen aus der Türkei (drei), China und Norwegen (jeweils zwei) sowie aus Korea, der Ukraine, den Niederlanden, Schweden, Japan, Schweiz, Spanien und Polen (jeweils eine). Im Mittelpunkt standen der holz- und metallverarbeitende Sektor sowie der Finanzbereich. Jeweils eine Investition betrafen Elektrotechnik, IT, Medizin, Maschinenbau, Logistik, Automotive und Business Services.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. "Die Zahlen unterstreichen die internationale Attraktivität unseres Wirtschaftsstandorts und stützen unser Engagement in der Außenwirtschaftsförderung." Die im Vergleich zu 2014 von neun auf 15 gestiegene Zahl der Neuinvestitionen ausländischer Unternehmen manifestiere die kontinuierliche Spitzenposition des Kreises in der Region. Petrauschke hebt zudem die gute Zusammenarbeit hervor: "Dies ist ein gemeinsames gutes Ergebnis. Zu den Ansiedlungserfolgen haben alle - die Wirtschaftsförderungen von Land, Kreis und Kommunen - ihren Beitrag geleistet." Robert Abts, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Rhein-Kreis Neuss, führt die anhaltend guten Investitionen ausländischer Unternehmen in den Standort Rhein-Kreis auch auf gezieltes Standortmarketing zurück. "Das Ergebnis unterstreicht, dass wir bei den Investoren etwa mit unserer Beteiligung an der Standortmarketing-Kampagne ,Germany at its Best' punkten können", erklärt er. Dies bestärke den Kreis, weiter in der direkten Ansprache von Unternehmen in deren Heimatländern tätig zu werden. Das Engagement zahlt sich offenbar aus.

Kreisdirektor Dirk Brügge kündigte deshalb bereits eine China-Reise an: "Nachdem die Türkei bereits Ziel einer weiteren Investitions- und Ansiedlungswerbung war, werden wir mit NRW.Invest vom 13. bis 17. Juni in den Wirtschaftsmetropolen Schanghai, Quingdao und Nanjing wieder Überzeugungsarbeit bei Investoren leisten, damit sie ihren Weg nach Nordrhein-Westfalen und speziell auch in den Rhein-Kreis Neuss finden", erklärt Brügge.

Einen wichtigen Beitrag bei der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Rhein-Kreis Neuss leistet auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Denn es haben nicht nur Firmen aus dem Ausland im Rhein-Kreis investiert, sondern auch hiesige Unternehmen im Ausland.

Wenn neue Märkte erschlossen werden, kann durch Absatzsteigerung auch der Heimatstandort profitieren. Die IHK ist dabei ein wichtiger Ansprechpartner. "Wir haben ein gut funktionierendes Netzwerk mit den Außenhandelskammern, auf das wir sowohl bei Incoming- als auch bei Outgoing-Prozessen zurückgreifen können", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

Andreas Buchbauer

Quelle: NGZ
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