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Lokalsport
A-Jugend scheidet nach irrer Partie in Magdeburg aus

Dormagen. 5:15 zurückgelegen, 27:25 geführt - und am Ende nach einem 30:30-Unentschieden aufgrund der 29:33-Niederlage im Hinspiel dennoch knapp am Einzug ins Finale vorbei gescheitert: Spektakulärer als die A-Jugend des TSV Bayer Dormagen kann man kaum in einem Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ausscheiden.

Nach 22 Minuten des Rückspiels vor 305 Zuschauern in der alt-ehrwüdigen Hermann-Gieseler-Halle schien alles gelaufen: Gastgeber SC Magdeburg war innerhalb von sieben Minuten von 8:5 auf 15:5 wegmarschiert und lag in der Gesamtaddition beider Spiele mit 14 Treffern (!) vorne. "Da haben die wirklich gut gespielt. Magdeburg war die einzige Mannschaft, die in dieser Saison unsere 3:2-1-Deckung geknackt hat, so wurden wir kalt erwischt", schilderte Trainer Ulli Kriebel die scheinbar entscheidende Phase. Doch dann packten seine Schützlinge ihr Kämpferherz aus. Vom 10:18-Pausenstand kämpften sie sich innerhalb 13 Minuten bis auf 17:19 heran. "Die unglaublich kämpferische Einstellung und die tolle Moral waren beeindruckend", sagte der Trainer, der mit zwei Taktikänderungen ebenfalls dazu beitrug, dass die Partie eine dramatische Wende nahm: Er stellte die Deckung auf eine 6:0-Formation um und Fredrik Genz zwischen die Torpfosten, der im zweiten Durchgang eine überragende Vorstellung bot.

So holten die Gäste Tor um Tor auf und glichen beim 24:24 in der 51. Minute erstmals seit dem 3:3 wieder aus. Magdeburg zeigte Wirkung und gestattete dem TSV sogar, durch zwei Treffer von Eloy Morante Maldonado und Luca Bohrmann mit 26:24 in Führung zu gehen. "Wenn uns da eine Drei-Tore-Führung gelungen wäre, wäre das Spiel wohl völlig gekippt", mutmaßte Kriebel.

So aber kam der SC Magdeburg zurück, traf seinerseits vier Mal in Folge und hatte beim 29:27 wieder alle Trümpfe in der Hand. Am Ende fügte der TSV dem Nordmeister den ersten Punktverlust seit dem 9. Oktober 2015 zu, als der SC mit dem 27:30 gegen die Füchse Berlin seine bisher einzige Saisonniederlage kassierte. "Wir alle können stolz darauf sein, uns so gut verkauft und Magdeburg am Rande einer Niederlage gehabt zu haben. Schließlich gehören wir zu den vier besten Mannschaften Deutschlands", bilanziert Kriebel. Magdeburg trifft nun im Finale auf den SC DHfK Leipzig, der sich gegen Minden mit 26:24 und 35:26 durchsetzte.

(-vk)
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