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Ach, wärt ihr doch in Korschenbroich geblieben

Lokalsport: Ach, wärt ihr doch in Korschenbroich geblieben
Das Lachen fällt ihnen nach ihrem Abgang aus Korschenbroich noch schwerer: Justin Müller, Hendrik Schiffmann, Michel Mantsch, Max Zimmermann (v.l.). FOTO: Theo Titz
Korschenbroich. Das Handball-Glück ist den vom TV Korschenbroich nach Krefeld und Essen gewechselten Spielern bislang nicht gerade hold gewesen. Von Volker Koch

Es ist so eine Art Familientreffen, das morgen Abend (Anwurf ist um 19 Uhr) in der Krefelder Glockenspitzhalle auf dem Plan steht. Acht Akteure im Kader der gastgebenden HSG Krefeld, Trainer Olaf Mast eingerechnet, trugen einst das Trikot des TV Korschenbroich.

Doch die Freude über das Wiedersehen dürfte sich auf Seiten der Gäste in Grenzen halten. Und das nicht nur, weil den Korschenbroichern im Abstiegskampf der 3. Handball-Liga West das Wasser bis zum Hals steht. Sondern auch, weil sie in diesem Kampf den ein oder anderen "Ex" gut gebrauchen könnten.

Wie sehr sich die Ehemaligen auf das Familientreffen freuen, ist offen. Außer Trainer Ronny Rogawska ist bei den Gästen ja nur noch ein Quartett an Bord, das zumindest sporadisch mit ihnen trainiert und gespielt hat: Die Torhüter Max Jäger und Felix Krüger, dazu Aaron Jennes und Steffen Brinkhues, die zum TVK kamen, als der Weggang von Max Zimmermann und Co. bereits beschlossene Sache war. Und dass ein Marcel Görden, ein Philip Ruch oder ein Simon Ciupinski einst das Trikot des TV Korschenbroich getragen haben, dürfte ihren aktuellen Nachfolgern nur vom Hörensagen bekannt sein - wenn überhaupt.

Die Freude bei den Ehemaligen dürfte noch aus einem anderen Grund getrübt sein. Denn seit sie die Waldsporthalle verlassen haben, lacht nicht unbedingt die Sonne über ihrem handballerischen Lebensweg. Michel Mantsch Bei Michel Mantsch schon gar nicht. Nachdem ihn ein Knorpelschaden im rechten Knie in der vergangenen Saison ein halbes Jahr außer Gefecht setzte, zog sich der 24-Jährige im zweiten Saisonspiel einen Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie zu. Ob die HSG Krefeld in dieser Saison überhaupt noch einmal auf die Dienste des Rückraumspielers zurückgreifen kann, ist offen. Max Zimmermann In Korschenbroich war der 27-Jährige Publikumsliebling, in Korschenbroich war er für die schnellen Tore von der linken Außenbahn zuständig: Mit 215, einem Schnitt von 7,1 pro Spiel, warf er sich in der vergangenen Saison an die Spitze der Torjägerliste in der Dritten Liga West. In Krefeld sitzt Max Zimmermann meist auf der Bank. Im Spitzenspiel gegen den TSV Bayer Dormagen durfte er für einen Kurzeinsatz (ein Siebenmeter und ein Feldtor) aufs Parkett, beim anderen Spitzenspiel in Ferndorf ging er leer aus. 25 Treffer, davon neun Siebenmeter, sind die bisherige Bilanz aus sieben Spielen - genau halb so viele wie vor Jahresfrist. Hendrik Schiffmann Der Linkshänder war bislang auch nicht erste Wahl im rechten Rückraum. Das könnte sich nun ändern, nachdem Maik Schneider sich in Ferndorf den Ellbogen brach. Prompt "hübschte" Schiffmann seine eher durchwachsene Bilanz um fünf Treffer auf 18 Saisontore auf.

Justin Müller Der vierte Leistungsträger, der den TVK am Ende der vergangenen Spielzeit verließ, hatte sich sein neues Engagement sicher auch anders vorgestellt. Beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten TuSEM Essen verbringt der Regisseur den größten Teil der acht Meisterschaftsspiele auf der Bank. zwei Tore stehen bislang für den 21-Jährigen zu Buche, der bereits in der vergangenen Saison per Zweitspielrecht für die Essener auflief.

Den Korschenbroichern kann's egal sein, sie haben genügend eigene Sorgen. Denn seit der 25:28-Niederlage gegen den VfL Gummersbach II, der vierten im vierten Heimspiel, steht der TVK erstmals auf einem Abstiegsplatz. Die Wahrscheinlichkeit, dass er ihn bald verlässt, dürfte mit Blick auf die ins Haus stehenden Top-Gegner Krefeld (3.), Dormagen (2.) und Schalksmühle (4.) eher gering sein. Und auf Familienhilfe dürfen sie morgen Abend kaum hoffen.

Quelle: NGZ
 
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