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Erste Liga
Adrian Pfahl verlässt insolventen HSV Hamburg

Neuss. Der erste Spieler ist schon weg, weitere könnten folgen: Nachdem Geschäftsführer Christian Fitzek - der 54-Jährige bestritt zwischen 1990 und 1995 129 Bundesliga-Spiele für den TSV Bayer Dormagen und war danach als Co-Trainer und kurzzeitig auch als Cheftrainer am Höhenberg tätig - am Mittwochnachmittag beim Amtsgericht Hamburg Antrag auf Insolvenz gestellt hat, brodelt es beim Handball-Bundesligisten HSV Hamburg. Der erste Spieler aus dem Kader des Deutschen Meisters von 2013, der die Konsequenzen zog, ist Adrian Pfahl (34).

Der Linkshänder, der von 2006 bis 2008 in Dormagen spielte und nach fünf Jahren beim VfL Gummersbach 2013 nach Hamburg wechselte, kehrt in seine schwäbische Heimat zurück. Wann der 61-fache Nationalspieler, derzeit zweitbester Feldtorschütze der Bundesliga, das Trikot von FrischAuf Göppingen überstreifen wird, ist allerdings noch unklar. Weil der HSV seinen Spielern seit zwei Monaten keine Gehälter mehr bezahlt hat, können sie zwar ablösefrei wechseln, doch zu einem sofortigen Transfer bedarf es der Zustimmung des Insolvenzverwalters.

Der ist optimistisch, den Spielbetrieb fortzusetzen, die letzten Partien in diesem Jahr, darunter gegen Göppingen, sollen gesichert sein. Neben Pfahl werden anderen Abwanderungsgedanken nachgesagt, so sollen Linksaußen Hans Lindberg und Jens Vortmann bei den Füchsen Berlin im Gespräch sein. Der Torhüter kennt sich mit dem Thema Insolvenz aus, schließlich trug er zwei Jahre das Trikot des DHC Rheinland.

(-vk)
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