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Alle jagen Titelverteidiger SV Hemmerden

Lokalsport: Alle jagen Titelverteidiger SV Hemmerden
Auch Neunmeterschießen gehören bei Kreishallenmeisterschaften dazu, spätestens bei den Platzierungsspielen. Ob es auch im Endspiel der anstehenden Meisterschaft bemüht werden muss, ist angesichts der Hemmerdener Dominanz fraglich. Im Vorjahr schlug der SV die SVG Weißenberg im Finale mit 7:3. FOTO: Anja Tinter
Rhein-Kreis. Bei der Kreishallenmeisterschaft der Fußballerinnen wäre alles andere als der Sieg des Niederrheinligisten eine dicke Überraschung. Von Christos Pasvantis

Vier Hallentitel haben sich die Frauen des SV Hemmerden in den vergangenen fünf Jahren gesichert. Und es würde an ein kleines Wunder grenzen, wenn morgen in der Gustorfer Großsporthalle nicht der fünfte hinzukäme. "Machen wir uns nichts vor. Wir wissen, dass wir der große Favorit sind und wollen das Ding auch gewinnen", sagt Trainer Martin Walz, dessen Team nach zwei Jahren Abstinenz nun wieder in der Niederrheinliga kickt, selbstbewusst.

Alles andere wäre allerdings auch fast schon grotesk, denn Hemmerden ist wieder die klare Nummer eins im Rhein-Kreis und hat diesen Status mit einer bärenstarken Hinrunde in der vierten Liga untermauert. Nur ein Punkt trennt den Aufsteiger zur Winterpause vom Spitzenreiter SV Budberg, die Mannschaft spielte ihre Gegner in der Hinrunde teilweise schwindelig. "Durch diese gute Runde sind wir gefestigt und wollen das auch am Sonntag in der Halle zeigen", sagt Walz, der auch von der Eigeninitiative seiner Mädels beeindruckt ist: "Alle sind gesund aus dem Urlaub zurückgekommen, die Spielerinnen haben ihr Pensum anscheinend auch über die Feiertage sehr gut abgespult und sind eigentlich jetzt schon fit für die Rückrunde."

Damit auch nichts mehr schiefgehen kann, trainierte Hemmerden in dieser Woche bereits zweimal in der Halle. Veränderungen im Kader gab es derweil nicht, weil sich eine hochkarätige Verpflichtung zerschlug. "Der Verein wollte eine immense Summe haben. Wir sind nicht bereit, über 500 Euro für eine Spielerin zu zahlen. Dann kommt sie halt im Sommer zu uns", erklärt Walz, der aber auch ohne Neuzugang die Qual der Wahl haben wird, wen aus seinem 26 Spielerinnen starken Kader er ins Hallenaufgebot berufen soll.

In der Gruppe B der Endrunde bekommt es Hemmerden zunächst mit der SVG Weißenberg zu tun, die im Vorjahresfinale beim 3:7 chancenlos war. Zwar wird das Weißenberger Augenmerk nach einer enttäuschenden Hinrunde in der Landesliga klar auf dem Klassenverbleib liegen, doch eine erfolgreiche Hallenrunde wäre ein optimaler Rückrundenstart. Schließlich dürften die SVG-Mädels nach nur fünf Punkten aus zwölf Spielen und als "Quasi-Tabellenletzter" - der FC Remscheid hatte zu Saisonbeginn zurückgezogen - nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzen. Die Gruppe komplettieren der Bezirksliga-Aufsteiger VdS Nievenheim und ein Vorrundengewinner vom Samstag.

In der Gruppe A sollte sich der SV Rosellen, der sich nach der schwachen Vorjahresvorstellung rehabilitieren will, durchsetzen. "Da haben wir uns mit dem Aus nach der Vorrunde ein Stück weit blamiert. Das war nicht in Ordnung", findet Trainer Richard Dolan. Chancen auf den Titelgewinn rechnet er sich aber nicht aus: "Alles andere als ein klarer Turniersieg von Hemmerden würde mich sehr wundern. Das hat mit Tiefstapeln nichts zu tun, sondern das ist die Realität." Rosellen bekommt es zunächst mit dem Bezirksligisten BV Wevelinghoven und zwei Qualifikanten zu tun.

Den Sprung in die Endrunde können heute in Gustorf noch drei Teams über die Vorrunde schaffen. Dabei ist mangels Masse auch die Reserve des SV Hemmerden, weil RS Horrem, die SG Rommerskirchen/Gilbach und die SF Vorst nicht antreten. In zwei Gruppen erspielen sich die beiden Sieger dabei ein Ticket für morgen, während die beiden Gruppenzweiten in einem Entscheidungsspiel um den Endrundeneinzug streiten.

Quelle: NGZ
 
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