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Lokalsport
Arbeitssieg macht den SC Kapellen superfroh

Kapellen. Obwohl stark ersatzgeschwächt, bringt der Fußball-Oberligist mit dem 1:0-Erfolg über Düsseldorf-West die ersten Punkte des Jahres ein. Von Dirk Sitterle

Peter Kempermann, Vorsitzender des Fußball-Oberligisten SC Kapellen, ist während der Spiele seines Lieblingsklubs zumeist ein Nervenwrack. Gestern jedoch zeigte sich der ehemalige Frontmann der Stimmungsband Rabaue fast schon entspannt, stellte fünf Minuten vor Schluss beim Spielstand von 1:0 für den SCK sogar fest: "Da passiert nix mehr." Er sollte Recht behalten. Und das war irgendwie in Ordnung, hatten sich Kicker aus dem Erftstadion im Duell mit dem SC Düsseldorf-West doch mächtig ins Zeug gelegt. Eine Woche nach dem missratenen Debüt an gleicher Stelle gegen Hilden (1:2) sprach Trainer Wolfgang Brück von einem Arbeitsieg, der richtig Spaß machte, "denn heute zählte nur das Ergebnis."

Mit jetzt 30 Punkten sprang Kapellen sogar auf Rang fünf und liegt damit neun Punkte vor dem Neuling 1. FC Mönchengladbach auf dem ersten Abstiegsplatz. Dass der zunächst auch wettertechnisch extrem fiese Nachmittag mal dieses feine Ende nehmen würde, war nicht unbedingt zu erwarten gewesen, schließlich hatte Brück seine Mannschaft wegen der Sperren für Kani Taher (Rote Karte), George Madatsidis (Ampelkarte), Dalibor Cvetkovic und Frederik Leufgen (jeweils fünfte Gelbe Karte) kräftig umbauen müssen: Jan Bresser füllte an der Seite von Benny Schütz die Sechserposition aus, der ebenfalls zum Kader der Bezirksliga-Vertretung gehörende Maurice Girke half auf der rechten Außenbahn aus. Lennart Ingmann besetzte diesmal von Anfang an die Regiezentrale, Marcel Lüft rückte zurück ins linke Glied der Viererkette und Andrej Hildenberg übernahm für Ede Ungefug den Posten im Sturmzentrum.

Das passte zu Beginn noch gar nicht. "Da hatten wir Glück, dass West nicht in Führung gegangen ist", bestätigte Brück. Es half natürlich auch, dass Hildenberg nach einer Viertelstunde den von Robert Wilschrey per Freistoß in den Strafraum gechipten Ball mit dem Kopf zum Tor des Tages verlängerte. Noch besser wäre es gewesen, das Leder wäre nach dem Hammer von Keisuke Ota aus 20 Metern von der Lattenunterkante ins Düsseldorfer Tor gesprungen (35.) oder der von allen nur Panzer genannte David Dygacz hätte mit seinem Kopfball aus kurzer Entfernung nicht in West-Keeper Fabian Koch seinen Meister gefunden (40.).

So blieb der Aufsteiger "am Leben". Zwar erarbeiteten sich die Gäste im zweiten Abschnitt trotz hochüberlegener Spielführung nur ganz wenige Torchancen - bei der besten verfehlte der agile Abdelkarim Afkir nur knapp (73.) -, doch zur Ruhe kamen die Hausherren nicht mehr. "Wir haben unsere Konter nicht überzeugend genug zu Ende gespielt", bemängelte Brück. Viel Pech hatte Ingmann, der dem SCK mit seiner Kreativität und Übersicht in Zukunft womöglich noch sehr gute Dienste leisten wird, als er aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten traf (76.).

Dass die auf den Ausgleich drückenden Gäste aus Oberkassel nicht gefährlicher wurden, lag auch an Jan Bresser, dem Brück als Abfangjäger vor der Abwehr eine tadellose Leistung bescheinigte. Auch der zweikampfstarke Hildenberg verdiente sich bis zu seiner Auswechselung in der 69. Minute, als er seinen Platz völlig entkräftet Fatih Sakar zur Verfügung stellte, eine gute Note. In der Schlussphase feierte als Ersatz für Ingmann auch Sven Raddatz, mittlerweile Co-Trainer der Zweitvertretung, sein Comeback.

Quelle: NGZ
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