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Ngz-Sportler Des Monats Dezember Nicolas Kasper
Auf den großen Schock folgt die riesige Freude

Neuss. Nach einer Hüftoperation hat sich der 17 Jahre alte Tischtennisspieler der DJK Holzbüttgen eindrucksvoll zurückgemeldet. Von Jens Rustemeier

Holzbüttgen Nicolas Kasper saß gerade in der Bahn, auf dem Weg von der Schule nach Hause, als ihn die Nachricht erreichte, dass er von den Lesern der Neuss-Grevenbroicher Zeitung zum Sportler des Monats Dezember 2015 gewählt wurde: "Wahnsinn, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Vor allem bei der starken Konkurrenz nicht", kommentierte der 17 Jahre alte Tischtennis-Spieler der DJK Holzbüttgen das Ergebnis.

Nur mit knappen sieben Stimmen Vorsprung hatte er am Ende der Abstimmung die Nase vorn. Dabei setzte er sich gegen Sportler und Sportlerinnen aus dem Kreisgebiet durch, die bereits internationale Erfolge aufzuweisen haben. Kasper hatte es durch den Gewinn des Einzeltitels bei den Westdeutschen Jugendmeisterschaften unter die Nominierten geschafft. Im Kreise der Tischtennisspieler folgt er damit Janos Pigerl vom TTC BW Grevenbroich, der im April 2014, stellvertretend für seine Mannschaft zum Sportler des Monats gekürt wurde.

Für Nicolas Kasper ist die Anerkennung auch deswegen eine besondere, weil das Jahr gar nicht gut für ihn begann. "Ich musste mich mit körperlichen Schmerzen rumplagen, die mir zwischenzeitlich sogar die Motivation am Tischtennis spielen genommen haben." Nach einem mäßigen Start in die Saison erhielt er die Hiobsbotschaft, dass er sich ziemlich zeitnah unter das Messer legen muss, um an der linken Hüfte operiert zu werden. "Das war natürlich ein Schock. Diese Diagnose hat mich überrascht und ich wusste sofort, dass der Weg zurück zur alten Stärke extrem schwierig werden wird." Bei Jugendturnieren dagegen lief es von Beginn an besser als in der Oberliga-Meisterschaft. Bei der Westdeutschen Vor- und Zwischenrangliste qualifizierte er sich souverän für die Endrangliste und für die Westdeutschen Meisterschaften war er aufgrund seiner Freistellung bei den Bezirksmeisterschaften wegen der Operation direkt qualifiziert. Noch kurz vor der OP erspielte er sich bei der Landes-Endrangliste einen Startplatz für das Bundesranglistenturnier.

Die gefürchtete Hüft-Operation verlief für Nicolas Kasper dann aber ohne Komplikationen und er konnte nach knapp vier Wochen bereits wieder mit dem Training beginnen. Zunächst war er sich aber nicht sicher, ob es überhaupt Sinn machen würde, so kurz danach beim anstehenden Turnier der besten 48 DTTB-Nachwuchsleute mitzuspielen. Er trainierte aber hart dafür und schaffte sogar den Sprung zum Bundesranglistenturnier "Top 24". "Da hätte ich im Vorfeld nie mit gerechnet", sagte Kasper, dessen Form danach stetig anstieg. Die Schmerzen waren weg und er konnte wieder in vollem Umfang trainieren. In der Liga gab es zwar noch den einen oder anderen Rückschlag: "Da habe ich Spiele verloren, in denen ich besser war oder klar geführt habe."

Sein bisheriger größter sportlicher Erfolg stellte sich dann aber zum Ende des Jahres bei den Landesmeisterschaften der Jugend ein. "Die Westdeutschen waren natürlich das absolute Highlight in einem am Ende doch noch grandiosen Jahr", so Kasper, der vor dem Turnier zwar das Podest angepeilt hatte, aber auch wusste, dass es sehr schwer werden würde, dort zu landen. "An dem Sonntag habe ich dann ab dem Viertelfinale wohl mein bislang bestes Tischtennis gezeigt. Im Halbfinale und Finale konnte ich zwei Leute bezwingen, gegen die ich auf der Endrangliste noch chancenlos war. Die Auszeichnung zum Sportler des Monats ist für mich etwas Besonderes und zeigt die Anerkennung meiner Erfolge." Für 2016 ist sein oberstes Ziel, gesund und fit zu bleiben. Sportlich will sich Kasper spielerisch noch weiter entwickeln und mit der DJK Holzbüttgen den Klassenerhalt in der Oberliga schaffen.

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Quelle: NGZ
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