| 00.00 Uhr

Lokalsport
Auf Nievenheim kommen schwere Zeiten zu

Lokalsport: Auf Nievenheim kommen schwere Zeiten zu
Bewies erneut seine Landesligaqualität, konnte die Niederlage des VdS Nievenheim trotz eines Doppelpacks jedoch nicht verhindern: Flügelflitzer und Neuzugang Nils Mäker (M.). FOTO: Anja Tinter
Rhein-Kreis. Landesliga: Zweite Pleite in Folge, und nun geht's gegen die Spitzenteams. Jüchen und Kapellen beißen sich in oberer Tabellenhälfte fest. Von Patrick Radtke

"Es ist sehr bitter. Wir haben es einfach versäumt, die Tore zu machen", haderte Nievenheims Co-Trainer Thomas Boldt nach der 2:4-Niederlage (Halbzeit 2:2) gegen die SSVG Heiligenhaus. Dabei gelang den Grün-Weißen ein Traumstart. Es waren nicht einmal 60 Sekunden gespielt, da sah Alexander Hauptmann den freistehenden Nils Mäker, der von der rechten Seite nach innen zog und zum 1:0 einnetzte. "Diese Führung hätte uns eigentlich beflügeln sollen, doch wir waren 20 Minuten völlig nervös. Wir wussten, dass Heiligenhaus mehr über den Kampf kommt und unsere Stärken im fußballerischen Bereich liegen, doch Abstimmungsprobleme machten uns einiges zunichte", so Boldt.

Diese waren es dann auch, die Heiligenhaus in Person von Dennis Krol (12. Minute) und Christian Schuh (33.) ausnutzte und das Match drehte. Dass der VdS dennoch nicht mit einem Rückstand in die Pause ging, hatte er erneut Neuzugang Mäker zu verdanken, der "mit der Picke" bereits sein drittes Saisontor erzielte. "Unmittelbar vor der Pause müssen wir durch Hauptmann sogar in Führung gehen. Im zweiten Spielabschnitt waren wir klar die bessere Mannschaft. Sie kamen einmal vor das Tor und Christian Schuh war erneut eiskalt", sagte Boldt. Nun könnte für den VdS eine bittere Zeit anbrechen. Denn die Aufgaben werden nicht leichter. Es stehen die Partien gegen die Spitzenmannschaften aus Meerbusch und Nettetal an. Deutlich besser machte es der VfL Jüchen/Garzweiler, der den eigenen Negativtrend durch ein 2:0-Erfolg (1:0) gegen den VfL Benrath stoppte. Dabei sprangen in Phillip Erkes und Yannick Peltzer zwei Verteidiger für die diesmal glücklosen Stürmer in die Bresche. "Sicherlich war es kein fußballerischer Leckerbissen, aber es war ein ganz wichtiger Sieg für uns", freute sich Jüchens Co-Trainer Torsten Müllers über die drei Punkte, die nun Rang sechs bedeuten.

Bereits nach 15 Minuten köpfte Erkes nach einer Ecke ein, die Entscheidung besorgte Yannick Peltzer in der zweiten Hälfte, nachdem zuvor Manuel Sousa im Strafraum klar gefällt wurde. Gegen das normalerweise als defensiv bekannte Benrath nutzte Jüchen einen taktischen Kniff zum Erfolg: "Wir haben sie ein bisschen spielen lassen und sind immer gefährlich geworden, wenn wir Druck aufgebaut haben. Ich hoffe, der Sieg war noch einmal eine Initialzündung, um uns in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen", so Müllers.

Auch der SC Kapellen durfte nach der Pleite in der vergangenen Partie gegen Nettetal (0:4) wieder jubeln. Gegen den unangenehm zu bespielenden Rather SV sicherten sich die Kicker von der Erft einen letztlich souveränen 2:0-Sieg (1:0). "Rath war wie erwartet laut und aggressiv. Aber wir waren die bessere Mannschaft, hätten es im letzten Drittel nur cleverer zu Ende spielen müssen", zog Trainer Oliver Seibert ein positives Fazit. Das Spiel begann wie gemalt für den SCK: In der elften Minute ließ Raths Keeper Max Möllemann eine Flanke durch die Handschuhe rutschen. Marcel Koch bedankte sich und schob ungehindert zum 1:0 ein. Mit der Führung im Rücken kontrollierte der SCK die Partie und reagierte in der zweiten Hälfte auf die nun aufmachenden Gegner. Erneut sorgte Koch für das perfekte Umschalten. Nach einer Balleroberung schlug er einen langen Diagonalball auf Dennis Schreuers, der zum 2:0 und somit zur Entscheidung traf.

Komplett zufrieden war Seibert dennoch nicht: In der Nachspielzeit fing Torhüter Christopher Möllering eine Flanke ab und wurde am Boden liegend von einem Rather attackiert. Dies ließ der Schlussmann nicht auf sich sitzen und hatte in der Rudelbildung seine Nerven nicht im Griff - die Konsequenz: die Rote Karte für ihn und RSV-Kapitän Niklas Wesseln und wohl eine vierwöchige Sperre. Seibert: "Es ist extrem unnötig, dass wir uns auf so ein Tohuwabohu einlassen".

Quelle: NGZ
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Auf Nievenheim kommen schwere Zeiten zu


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.