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Lokalsport
Auf zum Tandem-Tag

Lokalsport: Auf zum Tandem-Tag
FOTO: - Woi
Gnadental. Am Samstag steigt auf und um Gut Gnadental der 9. Tandem-Tag. Wir nennen neun Gründe, um hinzugehen. Von Volker Koch

Er hat sich längst vom integrativen Sportfest zu einem kleinen Volksfest entwickelt: Am Samstag steigt ab 9.30 Uhr auf und um Gut Gnadental der 9. Tandem-Tag, organisiert von der Tandem-Stiftung Burkhard Zülow unter tatkräftiger Mitwirkung des Sportbundes Rhein-Kreis Neuss und vieler ungenannter Helfer. Eigentlich gibt es keinen vernünftigen Grund, nicht während des sechsstündigen Programms einmal dort vorbeizuschauen. Wir nennen trotzdem neun Gründe, warum es sich lohnt, zum Tandem-Tag zu gehen.

Weil Integration Spaß macht Okay, von Integration und Inklusion reden viele. Aber nirgends macht es so viel Spaß wie beim Tandem-Tag, zu erleben, wie die Abgrenzungen zwischen Behinderten und Nicht-Behinderten, zwischen Jung und Alt, zwischen Eingeborenen und Migranten, die sonst unser gesellschaftliches Leben prägen, wenigstens mal für sechs Stunden wegfallen.

Weil man alles ausprobieren kann Gut, man muss ja nicht gleich im Wildwasser der Erft ins Kanu steigen - aber man kann. Ansonsten bietet das integrative Sportfest auch für Ungeübte und Minder-Talentierte allerhand zum Ausprobieren - ob an der Tischtennisplatte, auf der Judomatte, im Rollstuhlparcours, auf dem Holzpferd oder dem Pony oder im Tandem. Wer's beim ersten Mal nicht richtig macht, wird garantiert nicht angemeckert oder ausgelacht - im Gegenteil: Überall stehen engagierte und kompetente Trainer bereit, jedem ein bisschen Hilfestellung zu geben, der sie braucht.

Weil die Behinderten im Mittelpunkt stehen Sicher, Gastgeberin Jutta Zülow freut sich natürlich über Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Doch sechs Stunden lang stehen die Behinderten im Mittelpunkt - viele von ihnen (oder ihre Eltern) versichern glaubhaft, der erste Samstag im Mai sei für sie der schönste Tag des Jahres.

Weil die Stiftung Geld braucht Die ganzjährige Inklusionsarbeit in den Sportgruppen kostet Geld, für Übungsleiter und vor allem für den Transport der Behinderten von den Wohn- zu den Sportstätten. Dafür kann man am Tandem-Tag prima spenden - und bekommt in Form von Essen, Trinken oder Merchandising-Produkten (neben dem Spaß) auch noch etwas zurück.

Weil es tolle Preise gibt Zur Stiftungs-Finanzierung trägt auch die Tombola bei. Und die hat es in Sachen Preisen in sich, angefangen von zwei Eintrittskarten für das DFB-Pokalfinale in Berlin mit allem Drum-und-dran. Die könnte man (inzwischen allerdings nicht mehr) zur Not auch kaufen. Doch einen signierten Fußball von Bayer-Leverkusen, einen Tag auf dem Reiterhof von Marcus und Nadia Ehning oder zwei Vip-Einladungen für die Tour de Neuss - die kann man nur am Tandem-Tag gewinnen. Und der komplette Erlös kommt der Stiftungsarbeit zugute.

Weil man viele Leute trifft Aus dem Sport- ist längst ein Volksfest geworden, auch dank der immensen Kontakte der Hausherrin. Da wird der Samstagmittag schnell zum In-Treff und zur Ideenbörse.

Weil es locker zugeht Abgesehen von ein paar Fixpunkten - 10 Uhr Start der Tandems auf Gut Gnadental, 11 Uhr integratives Fußballspiel auf der Bezirkssportanlage, 12.30 Uhr Ankunft der Kanuten am Wiesenwehr - gibt es nicht mal einen richtigen Zeitplan. Jeder kann (fast) alles jederzeit machen.

Weil das Ganze Atmosphäre hat Eigentlich gibt es keinen besseren Ort für eine solche Veranstaltung - der Innenhof des historischen Gutes und die Apfelbaumwiese haben Charakter, mehr als sonstige Sport- und Eventlocations.

Weil man da gewesen sein sollte Die Güteklasse einer Veranstaltung misst man am besten, wenn die, die nicht da waren, hinterher alle sagen: "Da haben wir wohl 'was verpasst." Beim Tandem-Tag ist das anders - da wäre es einfach schade, nicht selbst dabei gewesen zu sein.

Quelle: NGZ
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