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Lokalsport
Auftakt zur Schicksalswoche

Lokalsport: Auftakt zur Schicksalswoche
Auf Dennis Marquardt und den TV Korschenbroich warten zwei „Schicksalsspiele“ innerhalb von fünf Tagen. Morgen mit der HSG Gensungen/Felsberg und am 26. mit der TSG Münster kommen die beiden Hauptkonkurrenten im Abstiegskampf. FOTO: NGZ
Die Schicksalswoche für den TV Korschenbroich beginnt am Freitag um 20 Uhr: Das Tabellenschlusslicht der Zweiten Handball-Bundesliga empfängt innerhalb von fünf Tagen die beiden direkten Mitkonkurrenten HSG Gensungen/Felsberg (21. Dezember) und TSG Münster (26. Dezember) in der heimischen Waldsporthalle. Doch für TVK-Trainer Khalid Khan zählt erst einmal nur der Freitag: "Wir sind hoch motiviert und wollen Gensungen unbedingt besiegen." Von Tobias Käufer

Wie das gelingen soll, weiß Khan. Die beiden Torhüter Marcel Leclaire und Tobias Kokott, zuletzt nicht immer konstant, müssen eine Top-Leistung bringen: "Sie wissen, dass es am Freitag auch auf sie ankommen wird", sagt Khan, der auch eine deutlich bessere Offensivleistung als bei der jüngsten 32:42-Niederlage in Willstätt fordert und das Torhütergespann ausdrücklich gegen die Kritik in den Fanforen in Schutz nimmt: "Da haben wir das Spiel ganz klar im Angriff verloren. Gegen die vielen Tempogegenstöße waren unsere Keeper machtlos. Was sollst du machen, wenn wir im Angriff ständig die Bälle verlieren und die Lawine entgegenrollt. Da bist du als Torhüter machtlos."

Gegen Gensungen ist zudem die Korschenbroicher Abwehr gefordert: "Wir müssen den gefährlichen Rückraum der Gäste in Schach halten", sagt Khan, der zudem eine extrem kampfbetonte Partie erwartet: "Dass Gensungen kämpfen kann, hat die Mannschaft erst am vergangenen Wochenende bei der knappen Niederlage gegen Düsseldorf bewiesen."Korschenbroichs Coach, bislang an neuer Wirkungsstätte noch sieglos, setzt auch auf die Unterstützung der Fans: "Ich hoffe, das Publikum unterstützt uns wieder so sensationell wie gegen Coburg. Da waren die Zuschauer der achte Mann. Das kann in einem Duell gegen einen Mitkonkurrenten entscheidend sein."

Vielleicht kann der TVK unmittelbar vor den Duellen gegen Gensungen und Münster noch eine Verstärkung aus dem Hut zaubern: "Wir sind an einer Sache dran, aber ob sich das noch so schnell realisieren lässt, hängt von vielen Faktoren ab. Ich rechne nicht damit", sagt Manager Jupp Grimm. Wie die NGZ erfuhr, soll es sich um einen Rückraumspieler handeln.

Mit dem abgebenden Klub sei man sich bereits handelseinig. Abstiegskonkurrent TSG Münster hat sich bereits verstärkt: Ex-Nationalspieler Jan-Olaf Immel kommt vom TV Großwallstadt, soll womöglich gegen Korschenbroich bereits für den Klub auflaufen, den er am Ende der Saison als Spielertrainer übernimmt (sieh nebenstehenden Bericht).

Grimm weiß um die Bedeutung der beiden kommenden 120 Handballminuten: "Wenn wir noch einmal eine Chance haben wollen, dann müssen wir die beiden kommenden Spiele gewinnen. Oder wir können uns frühzeitig Gedanken um die Planung einer Regionalliga-Saison machen."

Auf die Beantragung einer Spielaufsicht für die beiden brisanten Duelle haben die Korschenbroicher trotz nachweisbarer mehrfacher Benachteiligung durch die Kampfgerichte in Eisenach, gegen Obernburg und Coburg verzichtet: "So etwas kommt meistens wie ein Bumerang zurück", sagt Grimm.

Zum Duell gegen den Drittletzten Gensungen haben sich alle Korschenbroicher Akteure einsatzbereit gemeldet, Khan wird also aus dem Vollen schöpfen können.

Quelle: NGZ
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