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Lokalsport
"Auftreten von Watzenborn voll daneben"

Rhein-Kreis. Tischtennis: Die DJK-Damen beklagen sich nach 8:0-Sieg über das Verhalten der Gastgeberinnen.

Lange Anreise, kurzes Spiel. Die Regionalliga-Damen der DJK Holzbüttgen sind der Favoritenrolle bei ihrem Gastspiel in Hessen vollauf gerecht geworden. Beim früheren Bundesligisten NSC Watzenborn-Steinberg gelang den Kaarsterinnen ein 8:0-Kantersieg, für den sie gerade einmal 90 Minuten benötigten.

Die Gastgeberinnen, die mit 0:36 Punkten am Ende der Tabelle liegen, hinterließen bei DJK-Kapitänin Lisa Berg nicht nur spielerisch einen schlechten Eindruck: "Das Auftreten und die Äußerungen der Heimmannschaft waren echt daneben, inklusive verbaler Beleidigungen und großzügigen Alkoholkonsums vor und während des Spiels", sagte Berg. Sie selbst hat solch ein Verhalten in ihrer Tischtennis-Karriere noch nicht erlebt: "Wir dachten kurzfristig an eine versteckte Kamera. Der Schiedsrichter hat die Beleidigungen gekonnt ignoriert. Wir waren froh, dass wir schnell wieder weg konnten und sind zum Glück alle ruhig geblieben."

Der Spielverlauf an sich gab dabei eigentlich keinen Anlass für eine besondere Dramatik. Lediglich im ersten Doppel machten es Miriam Jongen und Jana Vollmert gegen Melanie Morsch und Julia Metzner spannend, ehe sie mit 11:7 im Entscheidungssatz die Oberhand behielten. Lisa Berg und Katja Brauner gewannen ihre Partie gegen Lara Nohl und Julia Zitzer ohne Satzverlust. Im Einzel gab nur Jana Vollmert einen Satz gegen Melanie Morsch ab. Die Nummer zwei der Gastgeberinnen, Jasmin Müller, trat zu ihren Spielen gegen Jongen und Vollmert nicht an. "Laut Betreuer war sie angeblich schwanger, zu sehen war aber noch nichts", sagte Lisa Berg, die es "komisch fand", dass die Nummer fünf, die im Doppel zum Einsatz kam, nicht auch im Einzel spielte. Einen weiteren Rückschlag musste die Zweitvertretung der DJK Holzbüttgen in der Damen-Oberliga hinnehmen. Im vorgezogenen Spiel gegen den TuS Hiltrup unterlagen die Kaarsterinnen nach vielen engen Spielen am Ende mit 3:8. "Das war eine ganz bittere Partie, die von Anfang an gegen uns lief. Wir hatten uns viel mehr ausgerechnet, aber das Glück war nicht auf unserer Seite", sagte DJK-Kapitänin Anna Haissig. Sie selbst verlor ihre Einzel knapp. Gegen Melanie Meredig musste sie sich mit 7:11 im Entscheidungssatz geschlagen geben und bei der 1:3-Niederlage gegen Dagmar Krämer verlor sie zwei Sätze mit zwei Bällen Unterschied.

Allerdings waren auch die drei erspielten Zähler hart erkämpft: Zu Beginn gewannen Judith Weber/Anna Haissig ihr Doppel gegen Lisa Li/Antonia Rewer mit 14:12 im Entscheidungssatz. Im Anschluss gewann Gerda Kux-Sieberath gegen Antonia Rewer ebenfalls mit zwei Bällen Unterschied im finalen Durchgang und auch Judith Weber brauchte fünf Sätze, um ihr zweites Einzel gegen Melanie Meredig für sich zu entscheiden.

(-rust)
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