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Lokalsport
Auftritt des NHV macht Neuss stolz

Neuss. Für A-Jugend-Handballerinnen des Neusser HV ist im DM-Achtelfinale Schluss. Von Dirk Sitterle

Auch wenn die traumhafte Saison im zweiten Achtelfinal-Turnier um die Deutsche Meisterschaft endete, die A-Jugend-Handballerinnen des Neusser HV traten gestern Nachmittag erhobenen Hauptes die Heimreise an. Und das vollkommnen zu Recht. Trainer Christoph Schon versuchte sich an einer Einordnung: "Den Mädchen ist noch gar nicht bewusst, was sie erreicht haben. Wir gehören zu den besten 16 Mannschaften in Deutschland, stehen irgendwo zwischen den Plätzen neun und zwölf."

Und mit ganz viel Glück wäre sogar mehr möglich gewesen. Denn in der mit 19:25 (Halbzeit 7:13) verlorenen Eröffnungspartie gegen den gastgebenden TSV Birkenau fühlten sich die Neusserinnen vom Schiedsrichtergespann böse im Stich gelassen. Schon: "Birkenau hat wieder überhart agiert - und die Unparteiischen haben das zugelassen. Dabei haben wir superklasse gespielt." Im zweiten Match gegen den VfL Oldenburg, der heute wie Birkenau in die Runde der letzten Acht einzog, lag der NHV zwar in der fünften Minute mit 4:2 vorne, dann jedoch "war bei uns der Akku leer", räumte Schon ein. "Es ging gar nichts mehr und Oldenburg hat uns mit Gegenstößen förmlich überschwemmt." Endstand: 12:33.

Nach einer Nacht im auch schon von der Deutschen Handball-Nationalmannschaft besuchten "Hotel Krone" in Hirschberg an der Bergstraße trat die Neusser Mannschaft gestern ausgeruht zum letzten Spiel gegen den THC Erfurt-Bad Langensalza an. Da nun auch Maike Langer angeschlagen ausfiel, musste der NHV mit drei Auswechselspielerinnen auskommen. "Wir hatten auf der Tribüne mehr verletzte und kostümierte Spielerinnen als auf dem Feld", stellte Schon fest. Trotzdem sah er mit große Freude, wie seine Schützlinge lange "erfrischenden Handball zeigten." In der 17. Minute brachte Vanessa Müller den NHV gar mit 17:9 in Führung. Weil dem personell dezimierten Team jedoch die Kräfte schwanden und gleich sieben Siebenmeter ungenutzt blieben, kam Erfurt noch mal zurück (29:29). Erst 40 Sekunden vor dem Ende ließ Anna-Sophie Emmerich Neuss mit ihrem Treffer zum 30:29 endgültig jubeln.

Quelle: NGZ
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