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Lokalsport
Aus Australien direkt nach Erkelenz

Rhein-Kreis. Jongen und Servaty fahren als Mitfavoriten zu den Landesmeisterschaften

Am Montag saß Jana Vollmert noch bei 30 Grad in Sydney in der Sonne. Am Wochenende wird sie bereits wieder in einer heimischen Sporthalle zu finden sein und zum Tischtennis-Schläger greifen. Nach ihrer Heimkehr tritt sie ab morgen bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften in Erkelenz an. Ihr halbjähriger Aufenthalt am anderen Ende der Welt ist beendet, ab dem nächsten Spieltag steht sie auch ihrem Team in der Regionalliga wieder zur Verfügung.

Ganz auf das Tischtennisspielen verzichten musste sie in Australien nicht. Durch den Kontakt zur Nationalspielerin Michelle Beaumont hatte sie die Möglichkeit, mit den Besten des Landes zu trainieren. "Ich habe die letzten zwei Wochen genutzt, um zu trainieren. Ich will direkt wieder aktiv sein, deshalb habe ich nach einem Verfügungsplatz gefragt. Mein Ziel ist es, eine gute Gruppenphase zu spielen. Vielleicht ist der eine oder andere Sieg drin", sagt die Rückkehrerin, die die Westdeutschen Meisterschaften hauptsächlich als Vorbereitung für die Rückrunde betrachtet. Wenn morgen ab 10 Uhr die Spiele in der ERKA-Halle (Schul- und Sportzentrum, Krefelder Straße) in Erkelenz beginnen, ist auch ihre Teamkollegin Miriam Jongen dabei. Die Bronzemedaillengewinnerin aus dem Vorjahr freut sich auf den gemeinsamen Auftritt mit ihrer angestammten Doppelpartnerin. Im Einzelwettbewerb will sie sich nicht unter Druck setzen: "Am wichtigsten ist mir, Spaß zu haben und eine gute Leistung zu zeigen." Dabei setzt sie auch noch auf einen weiteren Faktor: "Die Westdeutschen Meisterschaften in Erkelenz sind ja quasi ein Heimspiel für mich, es wäre schön, den Heimvorteil so gut es geht zu nutzen." Die Kapitänin der Holzbüttgener Regionalliga-Mannschaft, Lisa Berg, war auch qualifiziert, hat ihren Start aber in dieser Woche abgesagt. Sie war am vergangenen Wochenende von den Philippinen zurückgekehrt und stand sofort wieder an den Tischen: "Nach Jetlag und Doppelspieltag bin ich platt. Ich brauche mal ein Wochenende Pause." Große Favoritin bei den Damen ist Titelverteidigerin Nadine Bollmeier vom Bundesligistin TuSEM Essen. Die Gruppen werden erst heute ausgelost.

Bei den Herren will Oberligaspieler Michael Servaty eine möglichst gute Rolle spielen. Allerdings wird es für ihn schwer, sich ganz weit nach vorne zu spielen. "Dieses Jahr sind die Westdeutschen so stark besetzt wie schon lange nicht mehr. Mein Ziel ist aber wie immer, die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften.", sagt Servaty. Außer ihm nimmt auch der für Union Velbert startende Neusser Karl Walter teil.

(-rust)
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