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Bartmann trifft zwei Mal ins Mindener Tor

Lokalsport: Bartmann trifft zwei Mal ins Mindener Tor
Dormagens Torhüter Sven Bartmann zeigte in Minden nicht nur starke Paraden, sondern trug sich auch zwei Mal in die Torschützenliste ein. FOTO: H. Zaunbrecher
Dormagen. Trotz des ersten Auswärtssiegs von Handball-Drittligist TSV Bayer Dormagen sieht der Sportliche Leiter Erik Wudtke viel Luft nach oben. Von Volker Koch

Tabellarisch steht der TSV Bayer Dormagen nach dem zweiten Spieltag in der neuen Umgebung besser da als viele befürchtet hatten nach dem Abstieg aus der Zweiten Handball-Bundesliga. Doch auch nach dem ersten Auswärtssieg, dem 30:25 (Halbzeit 17:11) bei der Reserve von GWD Minden, sieht der Sportliche Leiter Erik Wudtke noch jede Menge Steigerungsmöglichkeiten.

"Zwischendurch haben wir uns einige Unaufmerksamkeiten geleistet", bemängelte der Co-Trainer der deutschen Junioren-Nationalmannschaft, der bei den Dormagenern das Coachen von der Bank aus übernimmt, wenn Spielertrainer Alexander Koke selbst auf dem Parkett steht, "und unsere Torwurfeffektivität hat sicher Luft nach oben." Ausnahmen bildeten Koke (7/1) und Linkshänder KC Brüren (8), die zusammen die Hälfte aller Gästetreffer vor nur 80 Zuschauern in der Sporthalle der Hauptschule Dankersen erzielten.

Schwierigkeiten bekommen die Dormagener offenbar immer dann, wenn der Gegner Alexander Koke in Manndeckung nimmt. Das war beim Heimauftakt gegen Eintracht Baunatal so, als in der Schlussphase ein Sieben-Tore-Vorsprung zum 24:21-Endstand schmolz. Und das war am Freitagabend in Minden nicht viel anders, nachdem GWD-Trainer Markus Ernst Julian Knickmeier als engen Bewacher dem 37-Jährigen auf die Füße gestellt hatte. Zunächst ohne große Wirkung, der TSV zog von 12:9 (22.) auf den 17:11-Pausenstand davon.

Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Probleme im Spielaufbau immer größer. Erschwerend kam hinzu, dass Linksaußen Pascal Noll mit starken Kopf- und Halsschmerzen auf die Bank musste, nachdem der Ex-Dormagener Oliver Tesch bei einer Abwehraktion auf ihn gefallen war. Die Fehler im Angriff der Gäste häuften sich, was Minden nutzte, um durch einen Doppelschlag des überragenden Rechtsaußen Tim Wieling (8/3) auf 17:19 zu verkürzen (38.).

Wudtke nahm eine Auszeit und brachte als neue taktische Variante in jedem Angriff den siebten Feldspieler. Dadurch erhöhte sich der Druck auf die Mindener Deckung, die Dormagener zogen wieder auf 24:18 (46.) weg und verwalteteten diesen Vorsprung dann bis zum Schlusspfiff. Dabei kam ihnen zugute, dass GWD-Trainer Markus Ernst die taktische Variante seines Kollegen kopierte, die Mindener sich mit sieben Feldspielern aber zu viele Fehler und Fehlwürfe leisteten und so dem erneut starken TSV-Keeper Sven Bartmann gestatteten, sich zwei Mal in die Torschützenliste einzutragen, als er das Spielgerät ins leere Gehäuse der Hausherren zirkelte.

Wudtke lobte denn auch die "gute Kooperation zwischen Abwehr und Torwart, die war in der entscheidenden Phase wichtig." Ansonsten zeigte er sich als Fazit der ersten beiden Saisonspiele nur mit der optimalen Punktausbeute zufrieden: "Spielerisch und von der Chancenverwertung her muss das noch besser werden". Am besten schon bis Sonntag (17 Uhr) - da geht es gegen die Reserve des VfL Gummersbach weiter.

Quelle: NGZ
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